Trotz Chipkrise und Ukraine-Krieg: VW-Gruppe verdoppelt Gewinn

Wolfsburg - Volkswagen hat im ersten Quartal trotz eines Verkaufsrückgangs und der Folgen des Ukraine-Kriegs nahezu doppelt so viel verdient wie ein Jahr zuvor.

Das Management um VW-Chef Herbert Diess (63) gab die Bilanz des Unternehmens bekannt.
Das Management um VW-Chef Herbert Diess (63) gab die Bilanz des Unternehmens bekannt.  © Carsten Koall/dpa

Das Ergebnis nach Steuern stieg im Jahresvergleich von 3,4 Milliarden auf 6,7 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Mittwoch mitteilte. Die Wolfsburger hatten bereits Eckdaten zum Verlauf im Tagesgeschäft vorgelegt.

Vor Zinsen und Steuern sowie vor Sondereinflüssen aus der Dieselaffäre stieg das operative Ergebnis von 4,8 Milliarden auf 8,5 Milliarden Euro.

Dafür waren vor allem Absicherungsgeschäfte verantwortlich, deren Wert angesichts stark anziehender Rohmaterial- und Energiepreise bilanziell deutlich anzog.

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Aber auch im eigentlichen Geschäft lief es dank höherer Verkaufspreise vor allem bei den teureren Marken gut: Obwohl VW wegen des Chipmangels insgesamt gut ein Fünftel weniger Fahrzeuge an die Kunden auslieferte, und im wichtigsten Einzelmarkt China führten neue harte Corona-Restriktionen dazu, dass die Bänder bei VW für längere Zeit stillstehen mussten, stieg der Umsatz um 0,6 Prozent auf 62,7 Milliarden Euro - auch dank der Übernahme des US-Truckherstellers Navistar.

Vor Zinsen und Steuern verdiente die VW-Gruppe 8,5 Milliarden Euro.
Vor Zinsen und Steuern verdiente die VW-Gruppe 8,5 Milliarden Euro.  © Ole Spata/dpa

Die Jahresprognosen bestätigte das Management um Chef Herbert Diess (63).

Titelfoto: Bildmontage: Ole Spata/dpa, Carsten Koall/dpa

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