Digital Life Design in München: Deshalb verzichtete man bewusst auf große Tech-Stars

München - Die Macher der Innovationskonferenz DLD (Digital Life Design) haben in diesem Jahr nach eigenen Angaben bewusst auf große Namen aus der Tech-Branche verzichtet.

DLD-Chefin Steffi Czerny sagt, dass die Tech-Superstars zu unfrei in ihren Reden wären. (Archiv)
DLD-Chefin Steffi Czerny sagt, dass die Tech-Superstars zu unfrei in ihren Reden wären. (Archiv)  © Matthias Balk/dpa

"Die großen Superstars", die man auf jeder Konferenz hören könne, seien zu sehr von Marketing getrieben und zu unfrei in ihren Reden, sagte DLD-Organisatorin Steffi Czerny. Die erste DLD-Konferenz nach Beginn der Corona-Krise begann am Freitag in München.

Das Motto ist in diesem Jahr "Reality Rules" (etwa: Realität bestimmt) - unter anderem ein Hinweis darauf, dass technologische Visionen von der Realität eingeholt werden. Zur aktuellen Realität, mit der sich die Konferenz zum Auftakt beschäftigte, gehört auch der russische Angriffskrieg in der Ukraine.

So warf Sandrine Dixson-Declève von der Denkfabrik Club of Rome die Frage auf, warum der Westen sich nicht früher aus den jetzt problematischen Abhängigkeiten wie etwa vom russischen Erdgas gelöst habe.

Schon vor zehn Jahren sei man sich dessen bewusst gewesen: "Und was haben wir getan? Nichts."

Die vom Medienkonzern Burda veranstaltete DLD-Konferenz (Digital Life Design) will eine Brücke zwischen Technologie, Wirtschaft und Kultur schlagen. Die Konferenz findet üblicherweise im Januar statt, unmittelbar vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Da es in diesem Jahr auf Mai verschoben wurde, wechselte auch der DLD-Termin.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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