Erster 5G-Roboter misst Körper-Temperatur der Besucher im Seniorenheim

Linz (Österreich) - In einem Seniorenheim im österreichischen Linz kommt nun brandaktuelle Technik zum Einsatz, um die Bewohner und Angestellten vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus und anderen Krankheiten zu schützen.

Der Gesundheitsroboter "Amy" fährt eine erste Runde durch das Seniorenheim.
Der Gesundheitsroboter "Amy" fährt eine erste Runde durch das Seniorenheim.  © LINZ AG/fotokerschi

Ein Roboter, der bereits jetzt "Amy" genannt wird, bewegt sich nämlich seit dem gestrigen Dienstag durch den Empfangsbereich des Seniorenzentrums Spallerhof in Linz.

Damit der Roboter störungsfrei und zügig arbeiten kann, haben die Betreiber des Geräts, die LINZ AG Telekom, zugleich ein neues 5G-Netz in Rekordzeit errichtet, wie sie berichteten.

Gerade einmal zwei Monate dauerte es, das High-Tech-Mobilfunknetz in Linz und dem etwa 30 Kilometer entfernten Wels zu installieren und für Geräte wie "Amy" nutzbar zu machen.

"Der Roboter ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie Technologie das Leben von Menschen sicherer und komfortabler machen kann", sagte Jackie Zhang, der Geschäftsführer von Huawei Technologies Austria, der sich maßgeblich an dem Projekt beteiligte.

Aufgrund des neuartigen Netzes kann der Roboter Daten in wenigen Millisekunden ermitteln und über ein Display wiedergeben.

"Der Einsatz neuer Technologien in den Pflegeeinrichtungen ist eine wichtige Errungenschaft zur Entlastung des Pflegepersonals", freute sich Vizebürgermeisterin Karin Hörzing. "Dadurch werden Ressourcen geschaffen, um die Arbeit mit und für die Bewohner zu verstärken." 

So funktioniert der Gesundheits-Roboter

Roboter "Amy" misst die Temperatur bei einer Besucherin des Seniorenwohnheims.
Roboter "Amy" misst die Temperatur bei einer Besucherin des Seniorenwohnheims.  © LINZ AG/fotokerschi

Der Roboter soll künftig im Eingangsbereich des Seniorenwohnheims unterwegs sein. Dort erkennt er selbstständig, wenn jemand das Gebäude betritt und steuert die Person an.

Eine eingebaute Wämebildkamera ermittelt unter Einhaltung des gebotenen Mindestabstandes die Körpertemperatur des Besuchers, erklärte LINZ AG Telekom-Bereichsleiter Markus Past bei der Vorstellung am Dienstag.

Die Daten gleicht Roboter "Amy" in Sekundenbruchteilen mit denen auf einem Server hinterlegten Datensätzen ab und gibt dann auf dem Display grünes Licht, so die Temperatur unter einem vorher festgelegten kritischen Wert ist.

Sollte der Gast jedoch mit Fieber in das Seniorenwohnheim gehen wollen, ertönt sofort ein akustisches Signal. Die Person wird daraufhin gebeten, das Haus zu verlassen.

Roboter kann noch mehr

"Amy" soll auch während der Corona-Pandemie an die geltende Maskenpflicht erinnern können und in einiger Zukunft eine "Follow Me"-Funktion erhalten.

Der Roboter soll beispielsweise einmal die Anlieferung von Essen und andere regelmäßige Abläufe nicht nur begleiten, sondern vorweg "laufen" und den jeweiligen Besucher an den richtigen Ort führen.

So kann der Gesundheits-Roboter für eine echte Entlastung der Angestellten sorgen und die Sicherheit der Bewohner erhöhen.

Titelfoto: LINZ AG/fotokerschi

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