Flug ins All während der OP: Darum tragen Patienten hier VR-Brillen

Von Frederick Mersi

Ulm - Bei Operationen im Ulmer Uniklinikum (Baden-Württemberg) dürfen sich einige Patienten durch virtuelle Winter-Spaziergänge, Flüge ins All oder Tauchgänge mit Meeresschildkröten ablenken lassen.

Ulm: Ein Patient trägt bei einem Eingriff eine Virtual-Reality Brille.
Ulm: Ein Patient trägt bei einem Eingriff eine Virtual-Reality Brille.  © Martina Dach/Universitätsklinikum Ulm/dpa

Wie eine Sprecherin am Mittwoch sagte, durften seit Juni zehn Patienten in der HNO-Klinik eine Virtual-Reality-Brille bei lokalen Eingriffen testen.

Die Tester hätten "durchweg positiv" reagiert, teilte die Uniklinik mit. Eine Studie zum Einsatz sei im August geplant.

"Wir glauben, dass die Brille den Patienten helfen kann, weniger von der Operation mitzubekommen", sagte der Oberarzt an der HNO-Klinik, Patrick Schuler. "Wir möchten so Ängste und die Aufregung vor einem Eingriff nehmen."

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In der Testphase werde die VR-Brille bei Eingriffen mit lokaler Betäubung eingesetzt. So seien die Patienten zwar wach, aber von der Operation abgelenkt, sagte Schuler.

Auch im Aufwachraum werden die Brillen verwendet: Gerade Kinder könnten nach einer Operation mit Vollnarkose durch die virtuellen Erlebnisse beruhigt werden, sagte der Ärztliche Direktor der HNO-Klinik, Thomas Hoffmann.

Titelfoto: Martina Dach/Universitätsklinikum Ulm/dpa

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