Absoluter Pflichtkauf! Das sind unsere Spiele des Jahres 2021

Leipzig - 2021 hat es uns nicht leicht gemacht. Glücklicherweise gab es auch in diesem Jahr wieder so einige Kracher-Spiele, die den grauen Alltag etwas erträglicher erscheinen ließen. Welche Titel uns besonders in Erinnerung geblieben sind, das erfahrt Ihr hier.

Annikas Lieblingsspiel 2021: Life is Strange: True Colors

Alex Chen kann die Emotionen anderer Menschen absorbieren und dadurch auch manipulieren - und nicht immer ist klar, ob es sich dabei um Gabe oder Fluch handelt.
Alex Chen kann die Emotionen anderer Menschen absorbieren und dadurch auch manipulieren - und nicht immer ist klar, ob es sich dabei um Gabe oder Fluch handelt.  © Square Enix

Im inzwischen zweiten Jahr der Pandemie hab ich mich nach einem Game gesehnt, in das man mit einem Klick eintauchen und alles um sich herum vergessen kann. Wie gerufen kam da im September der dritte Teil der "Life is Strange"-Reihe - deren vorherige Titel mich bereits größtenteils überzeugen konnten.

"True Colors" bietet für mich eine mitreißende Mischung aus Spannung und melancholischen Momenten. Während einige Spieler vielleicht kritisieren könnten, dass die Handlung eher langsam voranschreitet, macht genau das für mich das Vergnügen aus.

Denn das Game ist besonders in den ruhigen Szenen, die auf die schrittweise Entwicklung der Charaktere und zwischenmenschlichen Beziehungen setzen, am stärksten. Der grandiose Indie-Soundtrack und die atmosphärische Grafik kreieren dabei eine ganz besondere Stimmung.

Auch die Story kommt mit einigen spannenden Wendungen daher - und natürlich den kniffligen und oftmals sehr emotionalen Entscheidungen, für die die Reihe so bekannt ist. So saß ich teilweise minutenlang vor meinem Controller und wusste einfach nicht, welche Wahl ich denn nun treffen sollte.

Alles in allem: Ich hätte mir vermutlich kein besseres Game aussuchen können, um mal ein paar Stunden Abstand vom alltäglichen Leben zu nehmen. Am Ende ist mir die fiktive Stadt Haven Springs mit ihren Bewohnern ganz schön ans Herz gewachsen.

Marco Lieblingsspiel 2021: It Takes Two

Bei "It Takes Two" ist der Titel Programm: Statt beim Scheidungsanwalt verbringen die Seelen eines Eltern-Paars die Zeit in den Spielsachen ihrer Tochter.
Bei "It Takes Two" ist der Titel Programm: Statt beim Scheidungsanwalt verbringen die Seelen eines Eltern-Paars die Zeit in den Spielsachen ihrer Tochter.  © Screenshot/EA & Hazelight Studios

Dieses Spiel kam zu einem Zeitpunkt in mein - oder besser: unser - Leben.

Mit "uns" meine ich das älteste meiner Kinder und mich. Denn in der Geschichte von "It Takes Two" handelt es sich um ein Mädchen, dessen Eltern sich trennen wollen.

Die Seelen von Mama und Papa wandern in zwei Spielzeugpuppen. Gemeinsam müssen sie den Weg zurück zu ihrer Tochter - und auch den Weg zu sich selbst finden. Der Name des Spiels ist tatsächlich auch Programm - denn man muss es zu zweit spielen.

Ein Spiel, mit dem Töchterchen sich sehr verbunden gefühlt hat - was für mich das Spiel vermutlich auch auf ein höheres Podest gehoben hat. Zwar wurden weder ihre Mutter noch ich in Spielsachen verwandelt - was angesichts von singenden Elsa-Puppen und Playmobil-Ballerinas wohl für alle Beteiligten ein Glücksfall war - doch die Ausgangslage war identisch.

Im Gegensatz zum realen Leben fanden in dem Game die Eltern wieder zusammen. Doch der gemeinsame Weg bis zu diesem Zeitpunkt war eine schön gestaltete Geschichte mit spannenden Elementen und kniffligen Herausforderungen.

Der besondere Faktor für uns: Wir mussten uns gemeinsam in der neuen Situation zurechtfinden und uns gegenseitig unterstützen - und man ist "gezwungen", Zeit miteinander zu verbringen, um ans Ziel zu kommen.

Daher schaffte es "It Takes Two" für mich, zu einem ganz besonderen Spielerlebnis 2021, das auf einem ganz eigenen Level zum unerwarteten Lieblingsspiel werden durfte - auf jeden Fall von mindestens zwei Personen.

Erics Lieblingsspiel 2021: Monster Hunter Rise

Der Palamute ist eine von zahlreichen Neuerungen in "Monster Hunter Rise" und lässt Euch schneller durch die Welt reiten. Das macht so viel Spaß, dass wir am liebsten gar nicht mehr absteigen wollten.
Der Palamute ist eine von zahlreichen Neuerungen in "Monster Hunter Rise" und lässt Euch schneller durch die Welt reiten. Das macht so viel Spaß, dass wir am liebsten gar nicht mehr absteigen wollten.  © Capcom

2021 hat es mir echt nicht leicht gemacht. Der absolute Überhit wollte sich mir nicht offenbaren und wenn dann mal ein vielversprechender Titel dabei war... Na gut, ich sollte nicht von "Battlefield" anfangen.

Zwei Titel sind mir allerdings doch sehr positiv in Erinnerung geblieben und da "Death's Door" bereits mein Weihnachtsspiel war, folgt nun "Monster Hunter Rise".

Der neueste Monsterjäger-Teil für die Nintendo Switch hält sich grundsätzlich an die bekannte Franchise-Formel: Ihr jagt beeindruckend gestaltete Monster, bastelt aus ihren Teilen bessere Ausrüstung und erlebt nebenbei eine unterhaltsame B-Movie-Geschichte.

"Rise" überzeugt dabei jedoch mit einigen Quality-of-Life-Verbesserungen wie dem Palamute, einem Riesen-Hund, auf dem ihr durch die Welt reiten könnt und so schneller seid. Die Änderungen mögen marginal sein, sorgen jedoch für ein flüssigeres Spielerlebnis und verbessern so eine ohnehin schon großartige Formel.

Keine Frage: "Rise" ist das beste "Monster Hunter", das Capcom bisher auf den Markt brachte. Der Fakt, dass ich es dank der Switch dann auch noch unterwegs zocken kann, setzt dem Ganzen für mich noch das Sahnehäubchen auf. Okay, vielleicht war doch nicht alles schlecht an 2021.

Michis Lieblingsspiel 2021: Returnal

Astronautin Selene sieht sich allein auf einem fremden Planeten mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Schnell wird klar: Dieser Ausflug wird kein Spaziergang.
Astronautin Selene sieht sich allein auf einem fremden Planeten mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Schnell wird klar: Dieser Ausflug wird kein Spaziergang.  © Sony Interactive Entertainment/Housemarque

Im Leben hätte ich nicht damit gerechnet, dass dieses Spiel am Ende des Jahres meine persönliche Bestenliste anführt und dabei Konkurrenten wie "Resident Evil: Village" und "Metroid Dread" einfach aussticht. Aber "Returnal" hat mich tatsächlich einfach umgehauen!

Und dabei hatte ich vor dem Spielen immer eine Abneigung gegen das "Roguelike/Roguelite"-Genre. Im Spiel sterben und danach quasi von vorn beginnen müssen erschien mir als Zeitverschwendung.

Aber Housemarques PS5-Debüt macht derart vieles richtig, dass man auch beim unzähligsten Versuch den Controller nicht aus der Hand legen will.

Atropos ist das Paradebeispiel einer atmosphärischen Welt. Die Steuerung geht so butterweich von der Hand, sodass die abwechslungsreichen Bosse auch tatsächlich irgendwann das Zeitliche segnen werden und die Endsequenz schließlich über den Bildschirm flimmert.

Am Ende betrug meine Spielzeit knapp 30 Stunden, bis ich letztendlich auch die Platin-Trophäe mein Eigen nennen konnte. Ein Pflichtkauf für jeden Besitzer einer Sony-Konsole!

Überfälliger Zusatz: Ein recht neues Update ermöglicht es Spielern jetzt auch, während eines Runs zu speichern. Das wäre Mitte des Jahres schon sehr lobenswert gewesen, liebe Entwickler.

Im kommenden Jahr können sich Gaming-Freunde ebenfalls auf zahlreiche Highlights freuen. Welche Titel dabei für die TAG24-Redaktion im Fokus stehen, erfahrt Ihr in unserer Vorschau.

Titelfoto: Montage: Square Enix + Screenshot/EA & Hazelight Studios + Capcom + Sony Interactive Entertainment/Housemarque

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