Alien-Horror vom Feinsten: "Hidden Deep" überzeugt mit cleverem Höhlen-Abenteuer

Leipzig - Mit "Hidden Deep" haben Daedalic Entertainment und Cogwheel Software ein Survival Game auf den Markt gebracht, dessen Konzept wohl das Herz eines jeden Horror- und Sci Fi-Fans höher schlagen lassen dürfte. Doch wie gut wurde die Idee umgesetzt? TAG24 hat den Early Access getestet.

Jumpscare-Alarm: Da man durch die Dunkelheit in den Höhlen nur ein eingeschränktes Sichtfeld hat, weiß man nie, welche Kreaturen in der Nähe auf der Lauer liegen.
Jumpscare-Alarm: Da man durch die Dunkelheit in den Höhlen nur ein eingeschränktes Sichtfeld hat, weiß man nie, welche Kreaturen in der Nähe auf der Lauer liegen.  © Daedalic Entertainment

Auf dem Grund des Ozeans hat eine Forschungsgruppe außerirdische Lebewesen entdeckt - doch dann bricht urplötzlich der Kontakt zwischen der Expedition und der Außenwelt ab.

Der Spieler ist Mitglied des zweiten Teams, das nun in dem riesigen Höhlen-Komplex nach dem Rechten und den verschollenen Kollegen suchen soll.

Die Herausforderung ist hierbei nicht nur, irgendwie einen Weg in die scheinbar unendliche Tiefe zu finden, sondern sich auch gegen die aggressiven Kreaturen zur Wehr zu setzen, denen es gehörig nach Menschenblut zu dürsten scheint.

Digital Life Design in München: Deshalb verzichtete man bewusst auf große Tech-Stars
Technik Digital Life Design in München: Deshalb verzichtete man bewusst auf große Tech-Stars

Langweilig wird es auf der Expedition also nie, immerhin hat man keine Ahnung, was hinter der nächsten Ecke lauern könnte - auf den ein oder anderen Jumpscare sollte man also gefasst sein.

Trotz dieser zugegebenermaßen oft stressigen und hektischen Kämpfe ums Überleben steht bei "Hidden Deep" das Erkunden der Höhlen im Vordergrund.

Dabei wird der Spieler nicht für dumm verkauft: Einige der Rätsel und deren Lösungen erfordern durchaus Um-die-Ecke-Denken.

"Hidden Deep" glänzt mit spannendem Grusel-Adventure

Bei "Hidden Deep" ist man nicht auf sich allein gestellt, sondern kann andere Charaktere oder Maschinen wie Kräne und Bauwalzen zur Hilfe holen.
Bei "Hidden Deep" ist man nicht auf sich allein gestellt, sondern kann andere Charaktere oder Maschinen wie Kräne und Bauwalzen zur Hilfe holen.  © Daedalic Entertainment

Bei manchen Missionen ist man auf sich allein gestellt, andere Level erfordern das Zusammenspiel aus mehreren Charakteren mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Entweder wechselt man also mit einem Klick zwischen den Figuren, oder man holt sich im Rahmen des Koop-Modus Unterstützung.

Das Detail, welches "Hidden Deep" für mich zu einem absoluten Highlight macht, ist die Auswahl an verschiedenen Gadgets und Werkzeugen: Man kann Seile, Haken, Waffen, Maschinen oder Drohnen nutzen, um voranzukommen.

Hat man sich beispielsweise mit dem Haken in eine Sackgasse geschwungen, kann man mithilfe eines Scanners nach Höhlen in der Nähe suchen und sich dann gezielt den Weg frei sprengen. Es wird also nicht auf rohe Gewalt, sondern auch auf Kreativität gesetzt - eine Mischung, die einfach Spaß macht.

ADAC hält Tanktourismus nach NRW ab Juni für möglich: Das steckt dahinter
Auto ADAC hält Tanktourismus nach NRW ab Juni für möglich: Das steckt dahinter

Dabei ist allerdings anzumerken, dass man natürlich nie komplett frei in seinen Entscheidungen ist, da es sich hier um keine Open World handelt. Auch wenn man sich die Methoden auf dem Weg zur Lösung oft aussuchen kann, gibt es meist nur ein einziges korrektes Endergebnis.

Durchschaut man dieses nicht und scheitert stattdessen angesichts der scheinbar endlosen Optionen immer wieder an derselben Stelle, führt das durchaus zu Frustration. Und hat man Pech und verliert oft genug hintereinander sein Leben, gibt es nur eine Konsequenz: Man muss das gesamte Level nochmal von vorne beginnen. Der Geduldsfaden der Spielerschaft sollte also dementsprechend lang sein.

Fazit

Das Vorhaben der Entwickler, eine Hommage an Film-Klassiker wie "Alien" oder "Das Ding aus einer anderen Welt" zu kreieren, wurde meiner Meinung nach meisterhaft umgesetzt: Die beklemmende und angespannte Atmosphäre hat es trotz des simplen Game-Konzepts geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen.

Negativ zu erwähnen ist allerdings der oftmals sehr ungeschickte Hauptcharakter, der immer wieder neue frustrierende Wege in den Tod zu finden scheint - teilweise genügt dafür schon ein minimaler Sturz oder Aufprall gegen die Wand. Das ist vor allem der Steuerung geschuldet, die vor allem beim Klettern, Schwimmen und Seil-Schwingen etwas umständlich daherkommt.

Alles in allem kann man aber wirklich nicht meckern: Für knapp 20 Euro investiert man mit "Hidden Deep" in Sci-Fi-Spaß vom Feinsten, der zwar nicht besonders gruselig, dafür aber umso unterhaltsamer ist.

Titelfoto: Daedalic Entertainment

Mehr zum Thema Gaming: