Spiele-Test zu "Cannibal Cuisine": Party-Spaß mit Startschwierigkeiten

Leipzig - Mit "Cannibal Cuisine" veröffentlichte Entwickler und Publisher Rocket Vulture ein eigenes Pendant zum Couch-Koop-Hit "Overcooked 2". Kein einfaches Unterfangen, zumal einige Probleme auf der Switch die Suppe zu Anfang ordentlich versalzen haben. Konnten die Entwickler ihren Hauptgang dann noch retten? TAG24 hat reingeschaut.

In "Cannibal Cuisine" bereitet ihr Gerichte für den Kannibalen-Gott Hoochooboo zu. Die blutige Hauptzutat dabei: Touristen.
In "Cannibal Cuisine" bereitet ihr Gerichte für den Kannibalen-Gott Hoochooboo zu. Die blutige Hauptzutat dabei: Touristen.  © Rocket Vulture

Ach, was war "Overcooked 2" nur für ein Spaß!? Wer hätte gedacht, was für Chaos es bedeutet, eine Küche gemeinsam mit Freunden zu betreiben - Na gut, eine Küche, die eben mal auf einem Truck stand, oder auch einem Schiff. 

Eine kurze Runde auf der Couch mit Freunden konnte da schnell mal in ein abendfüllendes Erlebnis ausarten - voller Gebrüll, blanker Nerven, aber eben auch dem wunderbaren Erfolgsgefühl, wenn man es dann endlich geschafft hat.

An genau dieses Erfolgsrezeptnhaben nun Rocket Vulture mit ihrem Titel "Cannibal Cuisine" angeknüpft. 

Statt in die Küche geht es darin allein oder mit bis zu drei Freunden auf eine tropische Insel, wo plötzlich Kannibalen-Gott Hoochooboo auferstanden ist und besänftigt werden möchte. 

Natürlich bietet sich für so einen Kannibalen-Gott nichts besser an, als ihm die Touristen zum Fraß vorzuwerfen, die ohnehin unsere schöne Insel überschwemmen. Aber auch so ein Touri auf Sightseeing-Trip muss eben erst einmal erlegt und zubereitet werden.

Das Spiel stattet uns dazu - zusätzlich zu unseren großartigen Kochfähigkeiten - mit einigen interessanten und erfrischenden Extra-Skills aus. Je nachdem, welche Rolle wir in unserem Vier-Küchen-Team einnehmen, können wir beispielsweise per Stampfer Touristen betäuben, per Super-Sprint von A nach B sausen und so schneller Zutaten liefern oder Gerichte servieren, oder mit Hilfe unseres Feueratems die gewünschten Speisen schneller zubereiten.

Review zu "Cannibal Cuisine": Wenn der Couch-Koop nicht läuft

Das Spiel stellt Euch vor einige Herausforderungen, die Ihr am besten mit drei anderen Freunden im Couch-Koop meistert. Das macht den Spaß zwar nicht weniger chaotisch, aber dafür umso witziger.
Das Spiel stellt Euch vor einige Herausforderungen, die Ihr am besten mit drei anderen Freunden im Couch-Koop meistert. Das macht den Spaß zwar nicht weniger chaotisch, aber dafür umso witziger.  © Rocket Vulture

So einfach, so genial, könnte man fast sagen. 

"Cannibal Cuisine" greift die Zutaten von "Overcooked", verfeinert sie mit einigen zusätzlichen Fähigkeiten und einer gehörigen Portion Team-Koordination und setzt dank erhöhtem Tempo noch die Arcade-Kirsche drauf. 

Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen, wären da nicht die eingangs erwähnten Probleme, an denen "Cannibal Cuisine" litt und die das Spiel - zumindest anfangs - nahezu unspielbar machten.

Denn während der Meuchel-Spaß im Single-Player noch flüssig lief, brach während unseres ersten Tests auf der Nintendo Switch bereits bei drei Spielern die Frame-Rate so sehr ein, dass Befehle an unsere Spielfigur nicht mehr durchkamen. 

Für mich als Touri-Jäger bedeutete dies beispielsweise, dass ich immer wieder zusehen musste, wie meine Figur im Kampf mit der wütenden Meute das zeitliche segnete, einfach weil ich nicht mehr zuschlagen konnte. Was bringt ein Spiel, dass so deutlich auf Couch-Koop ausgelegt ist, wenn ich es dann nicht genau so spielen kann?

Rocket Vulture versicherte auf Anfrage jedoch, dass sie weiter an ihrem Titel arbeiten werden und nach einigen Updates scheint das Spiel mittlerweile flüssig zu laufen.

Wer also mal wieder etwas Nachschlag für den nächsten Spieleabend benötigt und "Overcooked" nun schon dreimal durchgespielt hat, dem können wir "Cannibal Cuisine" wärmstens empfehlen.

Titelfoto: Rocket Vulture

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