Die neue "Destiny 2"-Season bringt jede Menge frischen Wind ins Spiel!

Leipzig - Es war ein Befreiungsschlag, den wohl viele erhofft, aber so nicht erwartet haben: Mit der Enthüllung des "The Witch Queen"-DLCs hat Entwickler Bungie seinem Action-MMO "Destiny 2" neues Leben eingehaucht und zahlreiche Neuerungen für den Online-Shooter angekündigt. Zeitgleich zum Reveal startete auch die neue Saison, die "Season of the Lost" - und die brachte bereits einiges an Veränderung mit sich!

Mit der "Season of the Lost" kehrt eine alte Bekannte in "Destiny 2" zurück: Königin Mara Sov (rechts). Die hat nicht nur einiges mit ihrem Bruder (links) zu klären, sondern hält auch für die Spieler einige Überraschungen bereit.
Mit der "Season of the Lost" kehrt eine alte Bekannte in "Destiny 2" zurück: Königin Mara Sov (rechts). Die hat nicht nur einiges mit ihrem Bruder (links) zu klären, sondern hält auch für die Spieler einige Überraschungen bereit.  © Bungie

Für den Boss nutze ich meinen Anarchy-Granatwerfer, für Kleinkram meine Ikelos-Maschinenpistole und sollten es doch mal etwas mehr Gegner sein, gibt es da immer noch die Warmind Cells.

Zugegeben: In puncto Ausrüstung und somit Gameplay hat sich in "Destiny 2" zuletzt ein gewisser Trott eingeschlichen. Spieler wussten, wann sie auf Schwert, Raketenwerfer oder Handfeuerwaffe setzen mussten, und wie die nächste Herausforderung am schnellsten zu lösen war. Gerade in einem Spiel, das so sehr auf Freiheiten und die Experimentierfreude seiner Spieler setzt, ist so eine Routine jedoch Gift - und das scheint auch Bungie klar zu sein.

Denn mit dem Start der "Season of the Lost", sechs Monate vor der Veröffentlichung von "The Witch Queen", haben die "Destiny 2"-Entwickler ihren Online-Shooter ordentlich auf den Kopf gestellt. Anarchy wurde etwas in Zaum gebracht, Warmind Cells sind nur noch ein Schatten ihrer selbst.

Stattdessen dominieren nun Fusionsgewehre die Landschaft, zumindest außerhalb des Spieler-gegen-Spieler-Modus Schmelztiegel.

"Trials of Osiris" nicht mehr im Free-to-Play enthalten

Das saisonale Event verschlägt Spieler endlich wieder in die Träumende Stadt. Der Ort ist so schön gestaltet, dass ich mich immer wieder frage, warum Bungie ihn nicht häufiger nutzt.
Das saisonale Event verschlägt Spieler endlich wieder in die Träumende Stadt. Der Ort ist so schön gestaltet, dass ich mich immer wieder frage, warum Bungie ihn nicht häufiger nutzt.  © Bungie

Dessen ultimative Herausforderung, das Wochenend-Event "Trials of Osiris", wurde ebenfalls nochmal grundlegend überarbeitet. Einige der wichtigsten Änderungen:

  • Teilnehmen können nur noch Spieler, die die aktuelle Erweiterung besitzen (derzeit also "Beyond Light", sobald sie erschienen ist dann "The Witch Queen). Die "Trials" sind also nicht mehr für Free-to-Play-Spieler erhältlich.
  • Eine Spielersuche wurde eingeführt. Man braucht also nicht mehr ein komplettes Dreierteam, sondern kann auch allein teilnehmen.
  • Künftig will Bungie auch neue Modi in den "Trials" in Form von sogenannten Laboren ausprobieren.

Alle weiteren Infos findet Ihr im entsprechenden Beitrag auf Bungie.net.

Die Entwickler wollen die "Trials" so zugänglicher für eine größere Zahl von Spielern gestalten. Ob die Anpassungen das gewünschte Ergebnis erzielen, muss sich noch zeigen. Auf dem Papier klingen sie auf jeden Fall sehr gut und laden dazu ein, mal wieder einen Versuch zu starten.

Fazit

Natürlich kommt auch die aktuelle Season nicht mit ihren Startschwierigkeiten aus und das grundsätzliche System aus saisonalem Event, Solomission und Story dürfte allen bekannt sein, die mit "Destiny" vertraut sind. Das ist okay. Datto, einer der bekanntesten "Destiny"-Streamer, erklärte in einem seiner vergangenen Videos jedoch, dass sich auch dieses System abnutzen wird und ich muss sagen: Der Meinung bin ich auch.

Sorgen bereitet mir dies allerdings nicht. Die Story ist spannender denn je und Bungie hat seine Seasons von Mal zu Mal weiterentwickelt und verbessert. Den bisherigen Höhepunkt haben wir unlängst mit der "Season of the Splicer" abgeschlossen.

Wenn ich mir nun die bevorstehenden Änderungen ansehe, bin ich mir sicher, dass da noch viel Gutes auf uns warten wird. Und bis dahin mache ich erstmal meine One Thousand Voices startklar, um ein paar Raid-Bosse zu grillen.

Titelfoto: Bungie

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