"Disney Sorcerer's Arena" startet: Der Krieg der Kindheitshelden

Deutschland - Diese Woche scheint hierzulande für die Fans der Mattscheibe ganz im Zeichen von Disney zu stehen. Zuerst gehen sie mit ihrem Streaming-Dienst "Disney+" online und sorgen bei der Führungsriege der Konkurrenz für erhöhten Konsum von Beruhigungsmitteln.

Disney-Prinzessin Arielle attackiert den "Fluch der Karibik"-Antagonisten Davy Jones.
Disney-Prinzessin Arielle attackiert den "Fluch der Karibik"-Antagonisten Davy Jones.  © Screenshot/Disney Sorcerer's Arena

Beinahe zeitgleich schalten sie auch ihr (formulieren wir es mal umständlich) Crossover-mobile-card-based-combat-gameplay-RPG frei: "Disney Sorcerer's Arena". Die fortgeschrittenen Gamer wissen, was das alles bedeutet.

Aber auch die Gelegenheits-Zocker, denen das jetzt zu viele komische Worte waren, sollen hier bei der Hand genommen werden. Fassen wir das Handy-Game also grob als rundenbasiertes Sammelkarten-Rollenspiel zusammen. 

Retro-Fans und Genre-Liebhaber konnten sich zuletzt bei "LEGO Legacy: Heroes Unboxed" an kultigen Baustein-Sets quer durch die Jahrzehnte und teils vergessenen skurrilen Charakteren erfreuen.

Nun kam die Disney-Adaption global in die Stores und ermöglicht es, den geneigten Strategen, mit Disney- und Pixar-Figuren gegen andere anzutreten oder sich mit echten Gegnern live in der PvP-Arena zu duellieren.

Was bei LEGO ohnehin immer fester Bestandteil der Psychologie war, nämlich Dinge miteinander zu verbinden (Ritter gegen Avengers, Astronauten gegen Piraten), ist nun auch bei dem Unternehmen mit der berühmten Maus möglich.

Mit "Zwo, eins, Risiko" gegen Pooh, den Bären

Aladdin bringt seinem Team mit dieser Attacke den Sieg ein.
Aladdin bringt seinem Team mit dieser Attacke den Sieg ein.  © Screenshot/Disney Sorcerer's Arena

Das hatten wir zwar so ähnlich schon bei Projekten wie den Disney Infinity Figuren, aber wir haben ja alle gesehen, wo das hinführte.

Darkwing Duck, Jack Skellington ("A Nightmare Before Christmas"), Goofy und Arielle treten als Team gegen Aladdin, Shir Khan ("Das Dschungelbuch"), Tinkerbell und Davy Jones ("Fluch der Karibik II") an.

Mit jedem Sieg verdient man sich die Option, seine Charaktere aufzuleveln, zu verbessern und natürlich auch sein Team zu vergrößern.

Denn der größte Antrieb ist die Sammelleidenschaft, die hier für den Dopamin-Kick sorgt. Man kann sich Sammelkarten erspielen, auf denen Disney- oder Pixar-Figuren zu sehen sind und zack, hat man die auch in seinem Team. 

Jede Figur hat andere Möglichkeiten des Angriffs und unterschiedliche Eigenschaften (wie beispielsweise die Heilung der Spielkameraden). Man muss also ab einem gewissen Punkt schon sehr strategisch vorgehen, um sein Team zum Sieg zu führen.

Wermutstropfen: Wer auf guten Sound und hervorragende Grafik steht, ist hier falsch (siehe unsere In-Game-Screenshots). Da hat man offenbar versucht, etwas schnell statt besonders zu machen. Zudem wird man gerne gelockt, Geld auszugeben, um schneller voran zu kommen. Was halt bedauerlicherweise immer wieder funktioniert und daher weiterhin die Spielelandschaft prägen wird.

Fazit: Disney hat hier weiß Gott keinen Game Changers aufs Feld gelassen. Das Prinzip ist jedem bekannt, der irgendwann mal mit seinen "Card decks" am Pausenhof um Ruhm, Ehre und Kaba-Päckchen gespielt hat. Was jedoch hier der Reiz ist: Man hat viele lieb gewonnene Charaktere in der Hand. Und das ist schon irgendwie... magisch.

Titelfoto: Screenshot/Disney Sorcerer's Arena

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