"F1 2020" im Test: Mit unserem eigenen Team auf der Jagd zum WM-Titel

Stuttgart - Anschnallen und bereit machen für einen der größten Rennspiel-Kracher des Jahres! Mit der anstehenden Veröffentlichung von "F1 2020" heulen die virtuellen Formel-1-Motoren diesmal nur wenige Tage nach dem realen Saisonstart in Spielberg (Österreich) auf. TAG24 hat das Spiel vorab für Euch getestet.

Im neuen Modus "My Team" können wir unseren eigenen Rennstall gründen und unter anderem das Auto kontinuierlich verbessern, wie hier beispielsweise die Leistung des Motors.
Im neuen Modus "My Team" können wir unseren eigenen Rennstall gründen und unter anderem das Auto kontinuierlich verbessern, wie hier beispielsweise die Leistung des Motors.  © Koch Media/Codemasters

Für den diesjährigen Ableger der beliebten Rennspiel-Serie hat Entwickler Codemasters den komplett neuen Spielmodus "My Team" integriert und erfüllt damit einen sehnlichen Wunsch vieler Fans. In diesem erstellen wir unseren ganz eigenen Rennstall und treten mit ihm als elftes Team bei der Formel-1-Weltmeisterschaft an!

In unserem Test ist es Zeit für die Geburtsstunde des, na klar, "TAG24 Racing Teams". 

Alles beginnt damit, dass wir uns eine hübsche Lackierung aussuchen, ein stilvolles Logo designen und unseren eigenen Fahrer erstellen, der gleichzeitig als Teambesitzer auch die Geschicke außerhalb der Rennstrecke lenken wird.

Ehe man sich versieht, geht es damit auch gleich schon los: Ein Motorenlieferant muss ausgewählt, ein Hauptsponsor gefunden und ein Teamkollege eingestellt werden - das alles mit überschaubarem Budget versteht sich. 

Wir müssen also abwägen, ob wir eher mehr Scheine für einen stärkeren und zuverlässigeren Motor hinlegen oder lieber einen besseren Fahrer im zweiten Cockpit haben wollen.

Finanzen, Planungen, Weiterentwicklungen: Management in "My Team" entscheidend

Esteban Ocon jagt in seinem gelben Renault dem Mercedes von Valtteri Bottas hinterher.
Esteban Ocon jagt in seinem gelben Renault dem Mercedes von Valtteri Bottas hinterher.  © Koch Media/Codemasters

Ganz schön tricky... Wir entscheiden uns für einen Mercedes-Motor (schließlich ist der sechs Mal in Folge Weltmeister geworden), haben einen soliden 2. Fahrer gefunden und einen Sponsor, dessen Zielvorstellungen realistisch scheinen.

Dann geht es Schlag auf Schlag weiter. Ein Presse-Termin steht an. Das Beantworten der Fragen enthält eine taktische Komponente, denn die Antworten wirken sich auf die Start-Performance unseres Boliden aus. 

Beispiel: Loben wir unsere Aerodynamik-Abteilung, haben wir beim ersten Grand Prix etwas mehr Abtrieb.

Im Hauptquartier-Bildschirm angelangt, laufen dort alle für uns relevanten Informationen zusammen. In Untermenüs können wir unter anderem die Finanzsituation unseres Teams checken, Ressourcenpunkte in die Weiterentwicklung des Rennwagens stecken oder Aktivitäten für rennfreie Tage planen, die uns verschiedene Boni einbringen.

Doch vor lauter Management-Aufgaben darf man natürlich eines nicht vergessen: das Rennfahren selbst!

"F1 2020" sowohl für Anfänger als auch Profis geeignet

In der "Schumacher Deluxe Edition" haben wir unter anderem Zugriff auf vier ikonische Rennwagen, die Michael Schumacher in seiner Karriere gefahren ist. Mit dabei: der Ferrari F1-2000.
In der "Schumacher Deluxe Edition" haben wir unter anderem Zugriff auf vier ikonische Rennwagen, die Michael Schumacher in seiner Karriere gefahren ist. Mit dabei: der Ferrari F1-2000.  © Koch Media/Codemasters

Und das fühlt sich am ersten Rennwochenende in Melbourne (Australien) wie schon bei den Vorgängern der vergangenen Jahre sehr gut an - sowohl am Controller, aber natürlich vor allem am Lenkrad samt Pedalen.

Nach einem aufregenden ersten Grand Prix in Originallänge (58 Runden) mit spektakulärem Rennverlauf kommen wir als 13. über die Ziellinie und landen damit einen Achtungserfolg für ein frisch gegründetes Team. 

Schweißnass steigen wir aus dem Rennsitz, heimsen die Belohnungen ein und freuen uns bereits auf die nächste Sause.

"F1 2020" ist übrigens nicht nur etwas für "alte Hasen", sondern auch für Neueinsteiger. Codemasters ermöglicht es nämlich, stärkere Fahrhilfen zu aktivieren, die beispielsweise das direkte Zurücksetzen auf die Strecke ermöglichen, sollte man mal (deutlich) zu weit abgekommen sein. 

Auch die Stärke der Computer-Gegner lässt sich sehr genau und flexibel einstellen - so findet jeder für sich die passende Herausforderung.

Neben dem neuen "My Team" feiern auch die Rennstrecken in Zandvoort (Niederlande) und Hanoi (Vietnam) ihre Debüts in einem offiziell lizensierten Formel-1-Videospiel. Außerdem kehrt der "Split-Screen"-Modus zurück, in dem Ihr auf nur einem Bildschirm gegen Eure Freunde antreten könnt.

"F1 2020" erscheint in der Standard-Version am kommenden Freitag (10. Juli) auf dem Markt. Wer stattdessen zur "Schumacher Deluxe Edition" greift, kann bereits drei Tage früher (Dienstag, 7. Juli) die schnellsten Rundenzeiten attackieren. Das Spiel wurde für PC, PlayStation 4, Xbox One und Google Stadia programmiert.

Fazit: "F1 2020" wird dem hohen Standard seiner Vorgänger nicht nur gerecht, es legt die Latte für die Zukunft nochmal ein deutliches Stück höher! Der "My Team"-Modus sieht bei seiner Premiere glänzend aus, verspricht eine hohe Langzeitmotivation und kombiniert geschickt Kreativität, Management, Strategie und die Action auf der Strecke miteinander. Vom Anfänger bis hin zum Vollblut-Profi kann jeder für sich das Spiel so einstellen, dass der maximale Spaß in jedem Training, Qualifying und Rennen garantiert ist. Ganz klare Kaufempfehlung!

Titelfoto: Koch Media/Codemasters

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