Der neue "Final Fantasy XIV"-Raid im Test: So fühlt man sich also als Noob

Leipzig - Mit "Reflections in Crystal" veröffentlichte Publisher Square Enix unlängst das neueste Riesen-Update zum Online-Zugpferd "Final Fantasy XIV Online". TAG24-Redakteur Eric Mittmann durfte nun einen Blick in den dazugehörigen Raid "Die Puppenfestung" werfen - und dabei endlich mal lernen, was es heißt, sich als Noob zu fühlen.

Bereits 2013 veröffentlichte Square Enix "Final Fantasy XIV Online: A Realm Reborn". Dank zahlreicher Updates, Patches und neuer Releases hat sich das MMORPG über die Jahre zu einem Riesenerfolg entwickelt, das mittlerweile Millionen von Spieler um sich schart.
Bereits 2013 veröffentlichte Square Enix "Final Fantasy XIV Online: A Realm Reborn". Dank zahlreicher Updates, Patches und neuer Releases hat sich das MMORPG über die Jahre zu einem Riesenerfolg entwickelt, das mittlerweile Millionen von Spieler um sich schart.  © Square Enix

Um es gleich vorweg zu nehmen: MMORPGs wie "Final Fantasy XIV Online" oder das wohl bekannteste Äquivalent "World of Warcraft" waren nie meine Sache. Wenn schon online, dann habe ich bisher zu "Battlefield", "Destiny" oder zuletzt auch das großartige "Monster Hunter World" gegriffen.

Dank einer Einladung von Square Enix durfte ich nun allerdings doch mal einen Trip in die Welt von "Final Fantasy XIV Online" wagen. Der Publisher hatte mit Patch 5.3 "Reflections in Crystal" das nächste Riesen-Update für sein MMORPG-Monster (alter Schwede, ist das Spiel umfangreich) veröffentlicht. Darin - unter anderem - enthalten: Der Abschluss der aktuellen Hauptstory "Shadowbringers", unzählige Quests und Verbesserungen sowie der neue Raid "Die Puppenfestung".

Eine vollständige Übersicht zu Patch 5.3 und dessen Inhalten findet Ihr >>> hier.

Besagten Raid durfte ich mir nun also anschauen. "Wie schwer kann das schon sein?", dachte ich mir ganz naiv und offensichtlich viel zu sehr von meinen Fähigkeiten überzeugt. Square hatte allen teilnehmenden Journalisten freundlicherweise einen entsprechend ausgebauten Charakter zur Verfügung gestellt, damit sie sich gleich ins Getümmel stürzen können. Kurz noch das Spiel installieren und dann kann es auch schon losgehen.

"Die Puppenfestung" im Test: Ein Hoch an meine Kameraden!

Den Anreiz des MMORPGs festzumachen ist dabei nahezu unmöglich, denn "Final Fantasy XIV" bietet seinen Spielern unzählige Möglichkeiten, die Welt zu erleben.
Den Anreiz des MMORPGs festzumachen ist dabei nahezu unmöglich, denn "Final Fantasy XIV" bietet seinen Spielern unzählige Möglichkeiten, die Welt zu erleben.  © Square Enix

So zumindest meine Erwartungshaltung. Tatsächlich sahen meine ersten zwei bis drei Stunden dann so aus, dass ich mich erstmal nur in Unterwäsche durch die Anfänger-Arena geprügelt, über Trial and Error das Inventar entdeckt und meine Rüstung angelegt habe und dann noch durch den "Holminster Switch"-Dungeon gestolpert bin. 

Das Team von Square war der Meinung, dass Neueinsteiger erst einmal mit der Steuerung und dem grundlegenden Gameplay vertraut gemacht werden sollten und sie hatten durchaus recht damit. Dass das am Ende doch nichts half, sollte dann "Die Puppenfestung" zeigen, die als nächstes für mich anstand.

Um es kurz zu fassen: Ich glaube, es gab keinen Encounter, in dem ich nicht aller 30 Sekunden das Zeitliche gesegnet habe. Ein großer Dank geht an dieser Stelle an meine Teamkameraden, die mich da durch gebracht und auch immer wiederbelebt haben. Spätestens beim finalen Boss, von dem ich hier natürlich nichts spoiler, hatten jedoch auch sie den Glauben an mich verloren und mich liegen gelassen, was - nachdem ich dann den Wiedereinstieg genutzt habe - schließlich dazu führte, dass ich mir den Fight von der Seitenlinie aus anschauen konnte. 

So fühlt man sich dann also als Noob.

"Final Fantasy XIV Online: Reflections in Crystal": Zwischen Bombast und Überforderung

Das neueste Update brachte unter anderem einen neuen Raid mit sich, in dem Ihr gegen riesige Mechs in den Kampf zieht. Die sehen durchaus beeindruckend aus. Unser Redakteur verbrachte jedoch den Großteil der Kämpfe in der Waagerechten, auf den nächsten Revive wartend.
Das neueste Update brachte unter anderem einen neuen Raid mit sich, in dem Ihr gegen riesige Mechs in den Kampf zieht. Die sehen durchaus beeindruckend aus. Unser Redakteur verbrachte jedoch den Großteil der Kämpfe in der Waagerechten, auf den nächsten Revive wartend.  © Screenshot/Final Fantasy XIV Online/Square Enix

Was kann ich also über den Raid sagen: Zunächst war ich etwas irritiert, als Magier plötzlich gegen riesige Mechs kämpfen zu müssen. Gleichzeitig finde ich es sehr sympathisch, dass Square auf diese Art "Nier Automata" Tribut zollt und beide Spiele ineinander fließen lässt. Crossovers sind doch immer eine schöne Sache.

Die Gegner sehen außerdem allesamt ziemlich großartig aus und auch die einzelnen Kämpfe und Stages mit ihren verschiedenen Mechanismen machten auf mich einen guten Eindruck, auch wenn ich an dieser Stelle natürlich keine professionelle Einschätzung geben kann. Was ich jedoch an Reaktionen im Netz gefunden habe, scheint der Raid auch bei der Community ziemlich gut anzukommen, die ebenfalls die Mechaniken sowie den Soundtrack lobt.

Ausgehend von meinen bisherigen Erfahrungen mit Raids in "Destiny 2" (maximal sechs Spieler) möchte ich außerdem noch anmerken: Es ist wirkt ziemlich bombastig, mit 24 Spielern in den Kampf zu ziehen. 

Wer also bereits die Endgame-Inhalte von "Final Fantasy XIV" nutzen kann, wird mit Sicherheit auch mit der "Puppenfestung" sowie allen weiteren Neuerungen aus Patch 5.3 seinen Spaß haben. Bevor ich mich allerdings an den nächsten Test zu Square Enix' MMORPG wage, muss ich wohl noch ein paar Stunden in Eorzea verbringen, um nicht wieder auf der Ersatzbank zu landen.

Titelfoto: Square Enix

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