Scheuer und Bär eröffnen Gamescom 2020: Videospiele bald im Schulunterricht?

München/Berlin - Politiker scheinen immer mehr die Gaming-Branche für sich zu entdecken. Nicht nur, wenn es um die regelmäßig aufkeimende "Killerspiel"-Debatte geht.

Neuheiten und Diskussionen rund um die Gaming-Branche werden auf der Gamescom den Fans präsentiert. (Symbolbild)
Neuheiten und Diskussionen rund um die Gaming-Branche werden auf der Gamescom den Fans präsentiert. (Symbolbild)  © Christophe Gateau/dpa

Vor allem die Generation der Politiker, die noch nicht jenseits der 60 Jahre sind, nehmen Gaming als festen Bestandteil der Medienwelt immer mehr ernst.

So lässt es sich 2020 Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) - der neben die Games-Förderung auch für den Deutschen Computerspielpreis zuständig ist - nicht nehmen, bei der Eröffnung der Gamescom 2020 anwesend zu sein.

Auch, wenn diese Pandemie-bedingt nur online stattfinden wird. Zusammen mit Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU), Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Kölns Oberbürgermeisterin und Vorsitzende des Aufsichtsrats der Koelnmesse Henriette Reker wird Andreas Scheuer - gemeinsam mit Geschäftsführer des Verbands der deutschen Games-Branche "game", Felix Falk - das Event einläuten.

So trocken das Thema klingen mag, so interessant ist es doch für die Zukunft der Branche. Man möchte vor allem auf die aktuellen Herausforderungen der Branche in Deutschland sprechen. Aber auch aktuelle Spiele-Trends stehen auf dem Gesprächsplan.

Mehr Videospiele auch für den Bereich Bildung?

Digitalstaatsministerin Dorothee Bär und Verkehrsminister Andreas Scheuer zeigten sich schon früher popkulturell offen. (Archiv)
Digitalstaatsministerin Dorothee Bär und Verkehrsminister Andreas Scheuer zeigten sich schon früher popkulturell offen. (Archiv)  © Gerald Matzka/zb/dpa

Das Leitthema „Spielend in die Zukunft“ soll dabei auch die vielen positiven Auswirkungen von Games auf die Gesellschaft betonen.

Worauf sich die Fans aber vor allem freuen dürfen, sind die angekündigten tieferen Einblicke in die sogenannten "NextGen"-Konsolen, also die Ende 2020 auf den Markt kommenden Systeme "PlayStation 5" (PS5) von Sony und die "Xbox Series X" des Konkurrenten Microsoft. 

Auch ist das Thema „Games machen Schule“ ein Punkt, der einen neuen Blick auf das Medium ermöglichen soll. Die sogenannten "Serious Games", die sich speziell dem Bereich der Bildung verschrieben haben, werden hier in den Fokus gerückt. 

Die politische Eröffnung der gamescom wird am 28. August (Freitag) um 11 Uhr auf "gamescom now", dem Content-Hub der Messe, zu sehen sein. 

Titelfoto: Gerald Matzka/zb/dpa

Mehr zum Thema Gaming:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0