Gnadenlos brutal: Deathloop ist ein Fest für Shooter-Freunde!

Blackreef - Endlich wieder neues Futter für die Playstation 5! Mit "Deathloop" veröffentlichte Bethesda für Sonys Flaggschiff und den PC eine neue Actionhoffnung, die aus der Feder der Arkane Studios stammt - den Entwicklern, die sich mit "Dishonored" und "Prey" bereits einen Namen machen konnten. Und auch "Deathloop" ist definitiv sein Geld wert!

Julianna wird alles daran setzen, den Loop am Laufen zu halten. Heißt im Klartext: Sie wird versuchen, Euch mit allen Mitteln aufzuhalten!
Julianna wird alles daran setzen, den Loop am Laufen zu halten. Heißt im Klartext: Sie wird versuchen, Euch mit allen Mitteln aufzuhalten!  © Bethesda Softworks

Bei den Spielen des französischen Teams ist es tatsächlich so eine Sache. Entweder mag man sie - oder eben nicht. Ich persönlich konnte tatsächlich mit den Vorgängerwerken nichts anfangen, obwohl sie rein objektiv betrachtet richtig gute Spiele waren.

Genau wie auch "Deathloop", das objektiv abgeht wie Schmidts Katze! In der Rolle von Protagonist Colt findet Ihr Euch auf der Insel Blackreef wieder.

Statt sonnigem Traumurlaub erwarten Euch allerdings eine Horde offensichtlich Geisteskranker, die Jagd auf Euch machen. Aus guten Grund! Der Held hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, den sogenannten Loop zu zerstören. Der sorgt dafür, dass alle Bewohner, ganz im Stile von "Und täglich grüßt das Murmeltier", den gleichen Tag immer und immer wieder erleben.

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Ganz so einfach lässt sich die ganze Angelegenheit allerdings nicht stoppen. Colt muss innerhalb eines Tages ganze acht Visionäre töten. Dafür braucht es allerhand Informationen, gute Planung und ein ordentliches Arsenal an Kräften und Wummen.

Kenner merken schon, dass das sehr nach den "Dishonored"-Titeln klingt. Und tatsächlich bedienen sich die Entwickler an den bekannten Mechaniken, die sie beinahe blind beherrschen.

"Deathloop" zelebriert das Töten fast wie ein choreografierter Tanz

Colt hat es wahrlich nicht leicht: Acht Visionäre gilt es an einem Tag zur Strecke zu bringen. Dafür bedarf es zunächst an einigen Informationen.
Colt hat es wahrlich nicht leicht: Acht Visionäre gilt es an einem Tag zur Strecke zu bringen. Dafür bedarf es zunächst an einigen Informationen.  © Bethesda Softworks

Wie oft im Vorfeld befürchtet, spielt Zeit nur eine nebengeordnete Rolle. Es gibt vier Tageszeiten, die allerdings erst dann wechseln, wenn Ihr aus einem der vier verschiedenen Gebiete zum nächsten wechselt.

Beispielhaft sammelt man vormittags in einem Gebiet Informationen, um damit mittags einen der Visionäre zum Umdenken zu bewegen und am Abend in aller Ruhe wie geplant seine Lichter auszupusten. Nur mit guter Planung und enorm viel Wissen über die Vorgehensweisen der Antagonisten lässt sich die Aufgabe erfolgreich erledigen.

Dazwischen lernt man die skurrile Welt immer besser kennen, merkt sich, wo Feinde lauern und mit welcher Technik sie sich am ehesten beseitigen lassen.

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Durch die verschiedenen Knarren, unterschiedlichsten Fähigkeiten wie Unsichtbarkeit und klugem Einsatz von mechanischen Helfern oder Fallen entwickelt sich "Deathloop" mit der Zeit fast schon zu einer Tanzchoreografie, bei der Ihr die Kontrahenten möglichst stilvoll aus ihrem Eintagsfliegendasein entfernt.

Da stört es dann auch nicht, dass bis auf die Visionäre und Euer Gegenstück Julianna, die Jagd auf Euch macht und im späteren Verlauf sogar von Euch selbst gesteuert werden kann, um andere Spieler gezielt am Erfolg zu hindern, die Feinde wenig drauf haben.

Die Insel Blackreef hat vier Zonen, die betreten werden können. Je nach Tageszeit ändert sich beispielsweise auch das Wetter.
Die Insel Blackreef hat vier Zonen, die betreten werden können. Je nach Tageszeit ändert sich beispielsweise auch das Wetter.  © Bethesda Softworks

Fazit zu Deathloop

Wer die Spiele aus dem Hause Arkane bisher mochte, kann bei "Deathloop" bedenkenlos zugreifen. Die Story ist bis auf das etwas enttäuschende Ende klug verstrickt, die Steuerungsmechaniken greifen butterweich ineinander und die Fähigkeiten- und Waffenpalette reicht locker aus, um die Insel und seine skurrilen Bewohner mehr als einmal die Leviten lesen zu lassen.

Die Zeitsache fällt tatsächlich nicht wie befürchtet schwer ins Gewicht. Ein wirkliches Roguelike ist "Deathloop" ebenfalls nicht, weil es immer einen roten Faden gibt und man tatsächlich ein Weiterkommen spürt, was bei ähnlichen Genrevertretern wie "Returnal" beispielsweise nicht immer der Fall ist.

Zweimal darf Colt das Zeitliche segnen, bis ein Versuch beendet ist und der Loop von neuem startet. Doch auch dann werden wichtige Infos gespeichert und Ihr könnt das Spiel wieder dort ansetzen, wo Ihr aufgehört habt.

Wer auch nur im Ansatz etwas mit guten Shootern anfangen kann und sich nicht davor drückt, etwas Detektivarbeit zu leisten, um den perfekten Mordablauf zu starten, der wird "Deathloop" vermutlich sehr schnell ins Herz schließen können. Bei mir hat es jedoch trotz allem Lob erneut nicht gezündet, obwohl das Spiel objektiv gesehen richtig stark ist. Komisch.

Titelfoto: Bethesda Softworks

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