"Gods Will Fall" im Test: Goliath gegen viele Davids!

Insel der Götter - Den Menschen reicht's! Seit Jahren erwarten die Götter erbarmungslosen Gehorsam und nehmen dabei auch grausame Maßnahmen in Kauf, um ihre Herrschaft durchzusetzen. Entwickler Deep Silver schickt in "Gods Will Fall" eine mutige Gruppe ins Rennen, die das ändern soll!

In den verschiedenen Höhlen der Insel wartet am Ende einer der Götter auf Euch. Vor einem Dungeon ist die Wahl des Helden zu treffen.
In den verschiedenen Höhlen der Insel wartet am Ende einer der Götter auf Euch. Vor einem Dungeon ist die Wahl des Helden zu treffen.  © Deep Silver/Kochmedia

Man nehme ein süchtigmachendes Grundkonzept aus dem Rogue-Like-Genre, würze es etwas mit Diablo und der Dark-Souls-Formel und heraus kommt ein gutes Spiel? Der Plan, den sich das Entwicklerteam hinter "Gods Will Fall" gesetzt hat, scheint klar.

Warum soll diese so erfolgsversprechende Kombination nicht funktionieren? Eine gute Frage, die es im Test zu klären gilt.

Nach einer strapaziösen Reise auf der Insel der Götter gelandet, begebt Ihr Euch mit einer Gruppe aus acht Kriegern auf Götterjagd. Die titelgebenden Obermotze verstecken sich am Ende einzelner Dungeons, die optisch abwechslungsreich gestaltet wurden.

Bevor Ihr eine der Höhlen jedoch betretet, gilt es einen der Menschen für den bevorstehenden Kampf auszuwählen. Jeder Recke besitzt dabei andere Werte, andere Waffengattungen und sogar bei Größe und Stämmigkeit gibt es Unterschiede.

Je nachdem, ob Schnelligkeit oder kontrolliertes Vorgehen gefragt ist, ist die Wahl des Kämpfers durchaus entscheidend. Der Kniff: Scheitert einer der Krieger, bleibt er im Dungeon gefangen, bis ein anderer Mitstreiter den jeweiligen Gott vom Thron gestoßen hat. Schafft es keiner der Helden, müsst Ihr das Spiel von vorn beginnen.

Mit den Göttern ist nicht gut Kirschen essen

Die kleineren Gegner stellen nach kurzer Zeit kein Problem mehr dar. Es lohnt sich aber, sie zur Strecke zu bringen, weil der Endboss dadurch an Leben verliert.
Die kleineren Gegner stellen nach kurzer Zeit kein Problem mehr dar. Es lohnt sich aber, sie zur Strecke zu bringen, weil der Endboss dadurch an Leben verliert.  © Deep Silver/Kochmedia

In den Levels selbst wird gleich zu Beginn die Lebensleiste des Gotts angezeigt. Besiegt Ihr auf dem Weg zum Endkampf Skelette, Würmer oder anderes Kleinvieh, zieht Ihr ihm direkt ein paar Punkte ab. Es lohnt sich also, möglichst viele Gegner auszuschalten, um den Boss schon vorab zu schwächen.

Wo die kleinen Kontrahenten im Vorbeigehen zu erledigen sind, haben die Götter einiges auf dem Kasten. Jeder Boss verlangt eine eigene Taktik - meist reichen wenige Treffer und Euer Kämpfer unterliegt seinen Verletzungen.

Heiltränke gibt es nicht, jedoch könnt Ihr Euch per Kampfschrei regenerieren, wenn ihr ein paar Schläge ausgeteilt habt, ohne selbst getroffen zu werden.

Zur Unterstützung findet man in den jeweiligen Dungeons auch ein paar nützliche Items, die zum Beispiel die Geschwindigkeit des Charakters kurze Zeit erhöhen können.

Unter dem Loot ist hin und wieder auch ein Schild dabei, das wenige Male vor gegnerischen Angriffen schützt. Ansonsten sind Ausweichen und Parieren die Verteidigungsmaßnahmen der Wahl. Die Moves sind schnell erlernt, sodass Ihr nach kurzer Eingewöhnungszeit genau wisst, wann Zuschlagen oder Fliehen die bessere Entscheidung ist.

Fazit zu Gods Will Fall:

Eigentlich liefert "Gods Will Fall" alles, um ein gutes Spiel zu sein. Dennoch konnte mich der Kriegszug gegen die Götter nicht komplett überzeugen. Die Dungeons wirken optisch viel zu öde und insgesamt viel zu leer, so dass jeder neue Versuch, einen Gott zu legen, immer weniger motiviert. Die unterschiedlichen Kriegervarianten bringen zwar durchaus etwas Abwechslung in die Runs - am Ende läuft es aber immer wieder darauf hinaus, dass die kleineren Gegner kaum ein Problem darstellen und der Gott, recht unabhängig von Eurer Waffenwahl, eine harte Nuss ist.

Daher kann man sich sicher sein, den einen oder anderen Abschnitt immer und immer wiederholen zu müssen, ohne wirklich etwas Neues zu entdecken. Das trübt leider etwas den Blick auf das durchaus interessante Spielkonzept, das in Teilen doch seinen Reiz hat, gerade wenn es Euch gelungen ist, einen der Obermotze zu legen und ein paar nette Waffenaufwertungen zu ergattern.

Wer mit den repetitiven Abschnitten kein Problem hat und eine durchaus knackige Herausforderung sucht, kann bei "Gods Will Fall" ruhig mal reinschauen.

Titelfoto: Deep Silver/Kochmedia

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