Gut oder schlecht? Eine Woche mit Hearthstone: Mord auf Schloss Nathria

Leipzig - Wohl nur die wenigsten Dinge haben eine so schöne Regelmäßigkeit wie der Release einer neuen "Hearthstone"-Erweiterung. Seit Anfang August können Freunde von gepflegten Kartenspielen in das neue Set "Mord auf Schloss Nathria" eintauchen. Doch lohnt sich das auch?

Satte 135 neue Karten lassen sich mit der "Hearthstone"-Erweiterung "Mord auf Schloss Nathria" sammeln.
Satte 135 neue Karten lassen sich mit der "Hearthstone"-Erweiterung "Mord auf Schloss Nathria" sammeln.  © Blizzard

Erst vor gut zwei Monaten veröffentlichte Blizzard das Mini-Set "Thron der Gezeiten", das die letzte Erweiterung "Die Reise in die versunkene Stadt" um ein gutes Stück verbesserte.

Jetzt sollen Spieler den "Mord auf Schloss Nathria" lösen und dabei die Bekanntschaft mit satten 135 neuen Spielkarten machen.

Ganz im Fokus dabei stehen das neue Schlüsselwort "Durchfluten" und der neue Kartentyp "Schauplätze". Karten, die den Durchflutungseffekt haben, können so lange auf der Hand gehalten werden, bis eine bestimmte Anzahl Eurer Diener gestorben sind, damit sich der Effekt auslöst.

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Besonders der Schlossherr selbst, Graf Denathrius, hat dahingehend einiges auf den Kasten. Für jeden Eurer besiegten Diener fügt er allen Feinden einen Schadenspunkt mehr zu. Da er zusätzlich noch über den Lebensentzug-Effekt verfügt, kann sich das Spiel allein mit seiner Ausspielung komplett drehen.

Aber auch die erwähnten Schauplätze nehmen einen erhöhten Stellenwert ein. Nach der Ausspielung können diese kostenfrei einen bestimmten Effekt auslösen. Der Magierschauplatz friert beispielsweise einen Diener ein und ruft ein Skelett mit Todesröcheln herbei, das nach dem Ableben zwei Schaden macht. Nach zwei Runden ist der Schauplatz erneut einsetzbar.

Hearthstone: Mord auf Schloss Nathria - einige Klassen stärker als andere

Auch das Schlachtfeld selbst hat ein neues schickes Design spendiert bekommen.
Auch das Schlachtfeld selbst hat ein neues schickes Design spendiert bekommen.  © Blizzard

Aber auch sonst hat der "Mord auf Schloss Nathria" einiges zu bieten. Einige Helden wurden durch die neuen Karten um ein Vielfaches verstärkt. Besonders der Druide wirkt richtig gespielt ziemlich übermächtig, was schon die ersten Testspiele von Top-Streamern verdeutlichte.

Das aktuelle Meta zeigt jedoch, dass sich einige Kombos auch ziemlich gut auskontern lassen. Beispielsweise hat auch der Priester mit Pelagos (setzt Angriff und Leben eines Dieners auf den höchsten Wert) enorm starken Zuwachs bekommen.

Klassen wie der Dämonenjäger und der Krieger fallen stattdessen etwas ab, was sicherlich mit der Veröffentlichung des nächsten Mini-Sets ausgeglichen wird.

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Ich persönlich habe nach einer Woche Spielzeit im gewerteten Modus noch sehr viel Spaß und auch die Arena macht wieder Freude, nachdem die überflüssig nervigen Zusatzkarten entfernt wurden.

Wenn es jetzt auf dem Schlachtfeld noch die Möglichkeit gäbe, die Punktzahl seiner Kontrahenten zu sehen, wäre ich rundum zufrieden.

Fazit zu Hearthstone: Mord auf Schloss Nathria

Blizzard hat mit "Hearthstone: Mord auf Schloss Nathria" eine ziemlich runde Erweiterung abgeliefert, die mit seinem neuen Schlüsselwort und den ganzen Kartenmöglichkeiten ziemlich viel Freude bereiten kann. Klar, insgesamt gab es sicherlich auch schon bessere Releases, jedoch auch schon deutlich schlechtere, bei denen einige Karten so übermächtig waren, dass sie nach kurzer Zeit ausgebessert werden mussten.

So steht unterm Strich eine klare Spielempfehlung. Man darf gespannt sein, was sich die Entwickler für die Mini-Erweiterung einfallen lassen werden.

Titelfoto: Blizzard

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