"Madden NFL 21" im Test: Coole Football-Action auf dem Feld und am Flughafen

München/Stuttgart- Die Football-Saison kann beginnen! Mit "Madden NFL 21" hat EA Sports seinen ersten großen Titel auf die Bühne gebracht, der sowohl auf der jetzigen als auch auf der neuen Konsolengeneration spielbar ist. Die Entwickler versprechen neben dem komplett neuen Spielmodus "The Yard" auch deutliche Gameplay-Verbesserungen. Die TAG24-Redakteure David Frey und Marco Schimpfhauser haben das gemeinsam überprüft.

Amani Oruwariye, Cornerback der Detroit Lions, hat keine Chance gegen Running Back Dalvin Cook von den Minnesota Vikings.
Amani Oruwariye, Cornerback der Detroit Lions, hat keine Chance gegen Running Back Dalvin Cook von den Minnesota Vikings.  © EA Sports

Bevor wir uns mit "The Yard" beschäftigen, wollen wir Euch zunächst unsere Gefühlseindrücke vermitteln, wie sich die diesjährige Football-Simulation im Gegensatz zum Vorgänger spielt und steuert. Eins fiel direkt vom ersten Snap an auf: Alle Bewegungsabläufe inklusive Pass- und Laufspiel gehen "smoother", also direkter und flüssiger über die Bühne, was den Spielspaß deutlich erhöht.

Wenn wir alles an den beiden Controller-Sticks mit dem richtigen Timing und den Stärken des gesteuerten Spielertyps entsprechend ausführen (vom Block lösen bis hin zum Tackling), gibt uns das Spiel ein positives Feedback. 

Wir sind schneller beim gegnerischen Quarterback oder lassen in der Offense doch noch einen Verteidiger mehr alt aussehen.

Die Entwickler haben für Madden 21 vor allem den rechten Stick (Skill Stick) überarbeitet. So können wir jetzt in der Offense neue Moves wie das Dead-Leg und Slide Hurdles mit den bislang geläufigen zu gefährlichen Kombos aneinanderreihen. 

In der Defense stehen uns unter anderem mehr Möglichkeiten beim Pass Rush zur Verfügung, um zum Beispiel Offensive Linemen einfach mit Geschick und purer Power aus dem Weg zu räumen.

"Madden NFL 21": Große Änderungen in Ultimate Team und Franchise bleiben aus

Madden NFL 21 Cover-Athlet und Star-Quarterback Lamar Jackson von den Baltimore Ravens entwischt Cornerback Steve Nelson von den Pittsburgh Steelers.
Madden NFL 21 Cover-Athlet und Star-Quarterback Lamar Jackson von den Baltimore Ravens entwischt Cornerback Steve Nelson von den Pittsburgh Steelers.  © EA Sports

Bezieht man sich nur auf das reine Gameplay, könnte man sicherlich dafür argumentieren, dass es das bislang ausgereifteste in der Geschichte der Franchise ist.

Was die sonstigen Innovationen angeht, sieht es jedoch ein bisschen anders aus.

Im mit Abstand beliebtesten Spielmodus "Ultimate Team", bei dem man sich sein Dream Team aus aktuellen sowie ehemaligen Spielern und Legenden zusammenstellt, sieht nahezu alles aus wie beim vorherigen Titel. 

Die noch größte Neuerung: Ability Points. Mit diesen könnt ihr beim Aufbau Eures Teams entscheiden, ob ihr sie in die Fähigkeiten eines einzelnen Superstars investiert oder lieber breit auf mehrere Spieler aufteilt.

Auch der "Franchise"-Spielmodus, bei dem ihr als Coach oder General Manager die Geschicke eines Teams leitet und es im Idealfall zum Super Bowl führt, wurde von EA leider erneut (!) sträflich vernachlässigt - trotz der Gier zahlreicher Fans auf Neuerungen.

"Madden NFL 21": "The Yard" bringt den Hinterhof-Football zurück

"The Yard" bringt Football aufs Festival-, Flughafen- oder Schulgelände.
"The Yard" bringt Football aufs Festival-, Flughafen- oder Schulgelände.  © Screenshot/Madden NFL 21/EA Sports

Eines der größten Verkaufsargumente für Madden 21 dürfte demnach der komplett neue Modus "The Yard" sein. Ähnlich wie man bei der NHL-Serie zuletzt auch in Pudelmütze und Pulli auf gefrorenen Seen Eishockey spielen konnte, bringt dieser Modus den Spieler näher an seine persönliche Historie.

An Stränden, auf Wiesen oder im Garten mit den Freunden ein Spielchen wagen - in "The Yard" soll dieses Feeling wiederbelebt werden. 

Die - im Grunde - Neuauflage der 2007 eingestampften "NFL Street"-Reihe ist eine abgespeckte Form von American Football, wie es viele aus dem Freundeskreis kennen.

Sechs-gegen-sechs-Spiele, nur Passspielzüge, Mehrfachpässe hinter der Line of Scrimmage, vier Versuche für 20 Yards, keine Fieldgoals, Punkte für Interceptions, legere Kleidung - eine ganze Reihe Besonderheiten machen diesen Modus zur entspannten Abwechslung mit Arcade-Charakter.

Auch hier kann man seine Figur aufleveln, Punkte sammeln, um seinem persönlich kreierten Charakter stylische Klamotten freizuspielen und tägliche Herausforderungen meistern. Einziger Kritikpunkt: Die wenigsten hatten beim privaten Spiel mit Freunden NFL-gebrandete Helme und Pads an. 

Kurze Badehosen, Shirts, Caps - das würde den Spieler noch mehr an den eigenen Erlebnissen packen.

Fazit: Madden NFL 21 überzeugt mit einem flüssigen Gameplay, bei dem es große Laune macht, die neuen Moves miteinander zu kombinieren und sein eigenes Spiel auf das nächste Level zu bringen. Beim neuen Modus "The Yard" kann man sich entspannt austoben und einfach mal die verrücktesten Dinge ausprobieren - hier zählt vor allem der Style. Ansonsten blieben die großen Veränderungen leider aus. Sollte es mit der neuen Konsolengeneration noch einmal einen Schwung geben, spielen wir das beste Madden aller Zeiten.

Titelfoto: EA Sports

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