Mass Effect Legendary Edition im Test: Epische Spielereihe erscheint in neuem Glanz

Stuttgart - Mit der "Mass Effect Legendary Edition" haben die Entwickler des EA-Studios BioWare die zahlreich ausgezeichnete und von Kritikern gefeierte Science-Fiction-Rollenspiel-Trilogie speziell für die neue Konsolengeneration aufpoliert. Moderne Grafik-Standards und Gameplay-Verbesserungen versprechen einiges. Ob sich der frische Anstrich der epischen Story rund um Commander Shepard für Euch lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.

In Mass Effect spielt Ihr den Menschen-Soldaten Commander Shepard (auf dem Foto in der männlichen Variante) und müsst die Galaxis vor einer Katastrophe ungeahnten Ausmaßes beschützen.
In Mass Effect spielt Ihr den Menschen-Soldaten Commander Shepard (auf dem Foto in der männlichen Variante) und müsst die Galaxis vor einer Katastrophe ungeahnten Ausmaßes beschützen.  © Electronic Arts

Um Spoiler zu vermeiden, soll in der Review nicht auf die Handlung des Dreiteilers eingegangen werden. So können Gamer, die sich mit den Originalspielen aus den Jahren 2007, 2010 und 2012 nicht beschäftigt haben, völlig unbeschwert in eine Welt (oder besser Plural: Welten) eintauchen, die verschiedenen Alien-Spezies kennenlernen, deren Beweggründe für ihr Handeln verstehen und vieles mehr.

So viel sei aber gesagt: In Mass Effect spielt Ihr den Soldaten Commander Shepard, der versucht, die gesamte Galaxie vor einer Katastrophe ungeahnten Ausmaßes zu retten. Dabei schließen sich Eurem Team nicht nur Menschen, sondern auch andere Spezies an.

Mit dem legendären Raumschiff, der Normandy, reist Ihr in Sternensysteme, erkundet Planeten, bringt dunkle Geheimnisse ans Licht und sammelt wichtige Rohstoffe.

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Oft werdet Ihr dabei vor schwierige Entscheidungen gestellt. Egal welche Ihr letztendlich trefft: Alles wird sich auf Eure weitere Geschichte und Umgebung auswirken sowie über die Trilogie mitgetragen. Stirbt ein Charakter in Mass Effect 1, so hofft am besten nicht auf dessen Unterstützung im dritten Teil.

Tolle Grafik lässt die alten Games neu aufleben, Gameplay-Verbesserungen zahlen sich aus

4K-Texturen und ein völlig neues Beleuchtungs- und Kontrasterlebnis dank HDR-Technologie zeigen eindrucksvoll, wie zum Beispiel Details bei Charakteren im neuen Spiel (rechts) gegenüber dem alten zur Geltung kommen.
4K-Texturen und ein völlig neues Beleuchtungs- und Kontrasterlebnis dank HDR-Technologie zeigen eindrucksvoll, wie zum Beispiel Details bei Charakteren im neuen Spiel (rechts) gegenüber dem alten zur Geltung kommen.  © Electronic Arts

Um die epische Story in vollen Zügen genießen zu können, haben die Entwickler die grafische Darstellung den Standards von heute angepasst.

4K-Texturen und ein völlig neues Beleuchtungs- und Kontrasterlebnis dank HDR-Technologie zeigen in unserem Test auf der Xbox Series X ganz besonders beim ersten Teil eindrucksvoll, wie schön ein Spiel aus dem Jahr 2007 mit etwas Nachhilfe aussehen kann. Details, zum Beispiel in den Gesichtern der Charaktere, kommen wunderbar zur Geltung.

Außerdem wird die Rechenpower der neuen Konsolengeneration voll ausgenutzt: Ladezeiten gehören jetzt im wahrsten Sinne des Wortes der Vergangenheit an.

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Wenngleich das Team von BioWare das Gameplay der Spiele zum Großteil unverändert ließ, um den Originalcharakter zu wahren, wurden sinnvolle Verbesserungen vorgenommen, die dem Spieler das Leben einfacher machen.

So ist unter anderem die Steuerung des Makos (einem Transportfahrzeug), die uns 2007 teilweise an den Rand der Schmerzgrenze brachte, jetzt deutlich leichter. Auch die Genauigkeit beim Zielen mit Waffen wurde erhöht sowie deren Abkühlzeit im ersten Teil reduziert.

Allerdings bemerkt man gerade in Mass Effect 1, dass Eure Gefährten nach wie vor im Kampf versuchen, durch Wände oder Deckungen hindurch auf Gegner zu schießen oder unlogische Entscheidungen treffen. Auch die sperrige Gestaltung des Inventarmenüs hätte ein paar Optimierungen gut vertragen können.

Weiblicher Hauptcharakter direkt zu Beginn möglich, mehr als 40 DLCs sorgen für Spielspaß ohne Ende

Ein Exemplar der Reaper, einer hochentwickelten Maschinenrasse, demonstriert eindrucksvoll seine Zerstörungskraft.
Ein Exemplar der Reaper, einer hochentwickelten Maschinenrasse, demonstriert eindrucksvoll seine Zerstörungskraft.  © Electronic Arts

Was hingegen sehr schön ist: Einer heutigen gesellschaftlichen Selbstverständlichkeit wird Rechnung getragen.

So könnt Ihr bereits in Mass Effect 1 einen weiblichen Commander Shepard spielen, was früher erst in Teil 3 möglich war. Des Weiteren überarbeiteten die Entwickler bestimmte Kamerawinkel in Gesprächen und Zwischensequenzen, welche weibliche Charaktere unvorteilhaft zeigten.

Die Mass Effect Legendary Edition enthält neben den drei Hauptspielen noch über 40 DLCs, womit Ihr locker-flockig auf mehr als 100 Stunden Spielzeit kommt.

Wer darüber hinaus jede einzelne Dialog-Option mitnimmt und alle Kodex-Einträge liest - in denen ihr toll zusammengetragene Informationen über das gesamte Universum in Mass Effect findet - ist für mehrere Wochen und Monate bestens versorgt.

Fazit zur Mass Effect Legendary Edition

Die Mass-Effect-Trilogie gehörte für mich damals schon genre-übergreifend mit zum Besten, was ich bis heute gespielt habe.

Das Rollenspiel überzeugt mit einer tollen und epischen Story, schön gestalteten Dialogen und Entscheidungen, die weitreichende Konsequenzen haben. Die Shooter-Elemente peppen das Ganze mit einer Portion Action auf: Gefechte sind je nach Schwierigkeitsgrad teilweise sehr herausfordernd und können durch kluges Anwenden von Fähigkeiten und dem geschickten Zusammenarbeiten mit seinen Trupp-Mitgliedern gemeistert werden.

Vor allem die optischen, aber auch die technischen Verbesserungen machen die Mass Effect Legendary Edition zu einem echten Schmuckstück, das sowohl eingefleischte Fans als auch neue Interessierte gleichermaßen begeistern wird.

Titelfoto: Electronic Arts

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