Drei Stunden die Woche: Hier dürfen junge Gamer nur noch begrenzt zocken

China - Schwerer Schlag für junge Gamer in China: Kindern der Volksrepublik ist es ab sofort untersagt, mehr als drei Stunden pro Woche online zu zocken.

China greift durch und bewilligt Gamern unter 18 Jahren ab sofort nur noch eine Stunde am Tag zum Zocken. (Symbolbild)
China greift durch und bewilligt Gamern unter 18 Jahren ab sofort nur noch eine Stunde am Tag zum Zocken. (Symbolbild)  © 123rf/jenyaolya

Die neue Regelung ist so hart wie einfach: Kinder unter 18 Jahren dürfen maximal eine Stunde pro Tag zwischen 20 und 21 Uhr zum Controller, der Maus, dem Joystick oder dem Handy greifen – und das ausschließlich freitags, an den Wochenenden und Feiertagen.

Wie der Guardian berichtet, wollen Behörden mit dieser Maßnahme gegen Spielsucht vorgehen und die körperliche und geistige Gesundheit junger Menschen schützen.

Der internationalen Nachrichtenagentur Reuters zufolge gab eine Sprecherin der National Press and Publication Administration (NPPA) in einem Statement an: "Jugendliche sind die Zukunft unseres Vaterlandes."

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"Der Schutz der körperlichen und geistigen Gesundheit von Minderjährigen liegt im vitalen Interesse des Volkes und steht im Zusammenhang mit der Kultivierung der jungen Generation in der Ära der nationalen Verjüngung", fügte sie hinzu.

Die Regeln stellen ein neues, strengeres Vorgehen gegen die Spielzeit von Kindern dar. Bereits 2019 beschränkte China diese auf 90 Minuten an jedem Wochentag und auf drei Stunden pro Tag in den Ferien.

Tech-Analystin äußert sich kritisch und befürchtet weitere Einschränkungen

Rui Ma, eine in den USA ansässige Tech-Analystin, sagte dem amerikanischen Nachrichtenportal, dass Sie sich vorstellen kann, dass weitere Vorschriften folgen.

Sie sagte: "Pekings hartes Durchgreifen gegen die Glücksspielindustrie war in Bezug auf den Schutz von Minderjährigen ziemlich konsequent. In der Vergangenheit hatten die Behörden immer die Absicht, die Gefährdung durch das, was sie als stark süchtig machende Gewohnheit ansehen, einzudämmen."

"Es würde mich nicht überraschen, wenn es in den kommenden Monaten weitere Vorschriften geben würde, um Minderjährige vor anderen schädlichen Aktivitäten im Internet zu schützen."

Titelfoto: 123rf/jenyaolya

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