"NBA 2K21" im Test: Endlich ist das Werfen wieder herausfordernd!

Stuttgart - Mit "NBA 2K21" veröffentlicht Publisher 2K Sports den neuesten Ableger seiner so erfolgreichen Basketball-Simulation. In diesem Jahr wird das Spiel nach dem Release der neuen Konsolengeneration jedoch noch einmal in einer neuen Fassung veröffentlicht. Wie sich der Titel mit der aktuellen Hardware zockt, erfahrt Ihr in unserem Test.

Point Guard Damian Lillard von den Portland Trail Blazers ziert das Cover der Standard-Edition von NBA 2K21.
Point Guard Damian Lillard von den Portland Trail Blazers ziert das Cover der Standard-Edition von NBA 2K21.  © 2K

Junior ist ein äußerst talentierter Basketballspieler - und das, obwohl er erst spät mit der Sportart angefangen hat. Zu verlockend war zuvor der Ruf des American Football gewesen. 

Doch das Erbe seines so ehrgeizigen Vaters, der selbst in der High School und auf dem College zu den Besten auf dem Parkett gehörte und viele Menschen inspirierte, wiegt zu schwer.

Die Story, die wir im Modus "Meine Karriere" erleben, trägt den Titel "The Long Shadow" (dt. "Der lange Schatten"). Denn Junior versucht, aus dem Schatten seines Vaters herauszutreten und seine eigene Geschichte zu schreiben. Dabei muss er sich in der High School und auf dem College beweisen, schwierige Phasen überstehen und wichtige Entscheidungen für seine Zukunft treffen.

Das Entwicklerteam von Visual Concepts beweist wieder einmal, wie gute Inszenierung geht: Kurzweilige Handlung mit entsprechender Dramatik in einer schön anzusehenden Grafik. 

Außerdem gibt es ein Belohnungsprinzip: Spulen wir in den Games regelmäßig gute Leistungen ab und beantworten Fragen von Pressevertretern klug, steigt unser Wert und mehr NBA-Teams ziehen es in Erwägung, uns beim Draft zu verpflichten.

Dass in NBA 2K21 zehn offizielle Colleges vertreten sind und wir uns einem anschließen können, rundet das Ganze ab.

Neue Wurfmechanik in NBA 2K21

So wünscht es sich jeder Spieler: Zielt man mit dem rechten Stick gut und trifft genau die Mitte des optimalen Bereichs, leuchtet es grün auf und der Wurf geht zu 100 Prozent rein.
So wünscht es sich jeder Spieler: Zielt man mit dem rechten Stick gut und trifft genau die Mitte des optimalen Bereichs, leuchtet es grün auf und der Wurf geht zu 100 Prozent rein.  © 2K

Abseits der Story sind aber vor allem noch zwei große Veränderungen im Spiel gegenüber dem Vorgänger besonders interessant.

Zum einen wäre da die veränderte Mechanik beim Wurf. Entscheidet man sich dazu, seinen Jumpshot mit dem rechten Stick auszuführen, kann man diesen ab sofort auch zielen.

Zieht man den Stick zurück, erscheint eine Anzeige mit einem optimalen Bereich, den es zu treffen gilt. Liegt man daneben, kann man während der Wurfanimation noch leicht korrigieren, um sich ins richtige Fenster "zu retten". Schafft man es, den Bereich zu treffen und dabei auch noch das Timing zu optimieren, erhält der Wurf einen Bonus und es erhöht sich die Chance, dass der Ball ins Netz geht.

Die neue Mechanik stellt sich als äußerst herausfordernd dar und benötigt einiges an Übung - was sehr positiv ist. Mike Wang, der Gameplay Director für NBA 2K, postete auf Twitter bereits Tipps und machte klar, dass Spieler zu Beginn des Spiels bei Fehlwürfen nicht verzweifeln sollen.

Die Attribute und Fähigkeiten unseres virtuellen Ichs wirken sich stärker aus, als es früher der Fall war. Jeder Punkt, den wir in unsere Wurf-Skills investieren, kann den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Strandfeeling im 2K Beach, große Änderungen bleiben aus

NBA-Legende Kobe Bryant, der im Februar bei einem Helikopter-Absturz ums Leben kam, wurde die "Mamba Forever Edition" von NBA 2K21 gewidmet.
NBA-Legende Kobe Bryant, der im Februar bei einem Helikopter-Absturz ums Leben kam, wurde die "Mamba Forever Edition" von NBA 2K21 gewidmet.  © 2K

Die zweite große Neuerung betrifft die Online-Spielwelt, in der wir uns mit unserem Spieler bewegen können. Diese heißt jetzt "2K Beach" und ist, wie es der Name vermuten lässt, einer Strandpromenade nachempfunden.

Dort können wir exakt wie im Vorgängerspiel auf Street-Courts gegen andere Spieler zocken, uns neue Kleidung zulegen oder in der Trainingshalle mit Workouts unsere athletischen Attribute verbessern. Der neue Beach-Flair ist aber cool und bringt einen dringend benötigten Schwung rein, da die Online-Umgebung im vergangenen Jahr praktisch nicht verändert wurde.

Ansonsten werden sich eingefleischte 2K-Spieler schnell zurechtfinden. Die Menüs sehen fast alle 1:1 genau so aus wie in NBA 2K20; auch die Erstellung des eigenen Spielers, dem "MyPlayer", wurde nahezu komplett übernommen.

Fazit: Für mich besteht im Erlernen der neuen Wurfmechanik der größte Reiz in NBA 2K21. Ist das System richtig ausbalanciert, können sich Elite-Spieler von guten und diese sich von durchschnittlichen Spielern abheben, was wünschenswert wäre. Die Story im Karrieremodus und der Aufenthalt im 2K Beach machen Laune, ansonsten bleiben die großen Veränderungen aus. Diese erhoffe ich mir dann für die Version auf der nächsten Konsolengeneration.

Titelfoto: Montage: Screenshot NBA 2K21, 2K

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