Nichts für schwache Nerven: Dieses Spiel treibt Euch an Eure Grenzen!

Land der alten Götter - Bei mittelalterlichen Foltermethoden treibt es Euch die Freudentränen in die Augen, "From Software" zählt fast schon als Religion und Eurer Geduldsfaden ist kein Faden, sondern ein meterdickes Stahlseil? Dann sollte "Eldest Souls" genau der richtige Titel sein, um die langweiligen und sonnigen Sommermonate hinter sich zu lassen!

Die ausladende Welt von "Eldest Souls" vermittelt Euch in jeder Sekunde, dass Ihr aktuell viel lieber bei Mama im Bett liegen wollt.
Die ausladende Welt von "Eldest Souls" vermittelt Euch in jeder Sekunde, dass Ihr aktuell viel lieber bei Mama im Bett liegen wollt.  © United Label Games/Fallen Flag Studio

Die Macher des Action-RPG, das Fallen Flag Studio, haben sicherlich nicht umsonst das Wort "Souls" in den Titel gepackt. Hier ist der Name Programm, und zwar von der ersten Sekunde an.

Als einsamer Krieger ist es Eure lächerlich einfache Aufgabe, die alten Götter, die Chaos und Verwüstung über die Welt gebracht und nahezu die gesamte Menschheit ausgelöscht haben, zu vernichten.

Mit stinknormalen Gegnern hält sich der Recke gar nicht erst auf. Es gilt lediglich wie in ähnlichen Vertretern dieses Genres wie "Titan Souls" einen Boss nach dem anderen zu erlegen.

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Zwischen den einzelnen Schlachten setzt sich die kryptisch erzählte Geschichte aus gefundenen Items und Überlebenden zusammen, die Euch die tragische Randstory vermitteln möchten.

Die Welt wirkt düster und ausladend, die Musik passt zur erdrückenden Atmosphäre.

Im Grunde genommen sagt Euch alles an diesem Spiel, dass Ihr sofort Eure Konsole wieder ausschalten und schnell das Weite suchen solltet. Doch Ihr tut es nicht!

"Eldest Souls" hat kein Erbarmen mit Euch!

Ein übergroßer Wachhund ist Euer erster Gegner. Vergleichsweise lässt sich dieser noch einfach ausschalten. Er zeigt aber recht deutlich, wo die Reise hingeht.
Ein übergroßer Wachhund ist Euer erster Gegner. Vergleichsweise lässt sich dieser noch einfach ausschalten. Er zeigt aber recht deutlich, wo die Reise hingeht.  © United Label Games/Fallen Flag Studio

Denn auch in "Eldest Souls" breitet sich das typische "Souls"-Phänomen aus: Die Herausforderung motiviert!

Gleich der erste Boss, ein bösartiger, übergroßer Wachhund zeigt, wo das Spiel hin möchte. Eine größere Unachtsamkeit und der Kampf beginnt von vorn.

Wehren kann sich Euer Streiter mit einem Riesenschwert, das aufgeladen den sogenannten Blutdurst entfesselt. Dieser heilt den Kämpfer, je nachdem wie viele Schläge er austeilen konnte. Per gezieltem Tastendruck lässt sich zudem eine Blutexplosion auslösen, die den Feinden ordentlich zusetzt.

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Wobei "ordentlich zusetzen" etwas übertrieben ist: Die Lebensleisten der Bosse sind gigantisch, Eurer hingegen winzig. Die Vorzeichen sind klar.

Im späteren Verlauf könnt Ihr jedoch aufrüsten. Gelegte Götter gewähren Skill-Punkte, die in die Grundfähigkeiten Windhieb, Berserkerschritt und Konter investiert werden können. Gefundene Splitterfragmente erzielen zusätzliche Boni.

Das mag jetzt zwar nach adäquater Gegenwehr klingen - ohne entsprechendes Können nützt das aber alles nichts. Schafft Ihr es nicht, filigran durch die Arenen zu dashen und in ruhigeren Momenten gezielte Nadelstiche zu setzen, wischen die Obermotze regelmäßig und ohne Kompromisse den Boden mit Euch auf.

Dann kommt es eben auf den angesprochenen Geduldsfaden an: "Eldest Souls" ist ein typisches "Man liebt es oder hasst es"-Spiel!

Der Beschützer ist in Sachen Schwierigkeitsgrad schon eine etwas größere Hausnummer. Lässt sich seine erste Form noch gut auskontern, wird er in der zweiten Phase deutlich unberechenbarer.
Der Beschützer ist in Sachen Schwierigkeitsgrad schon eine etwas größere Hausnummer. Lässt sich seine erste Form noch gut auskontern, wird er in der zweiten Phase deutlich unberechenbarer.  © United Label Games/Fallen Flag Studio

Fazit zu "Eldest Souls"

Als Liebhaber des "Souls"-Genres trifft "Eldest Souls" mit seinen Grundmechaniken natürlich genau in mein Gamer-Herz. Allerdings bin ich kein so großer Freund von reinem Boss-Rush-Modi. Macht aber nichts, denn "Eldest Souls" liefert genau das, was es machen möchte, und das hat mich überzeugt! Bereits Gegner Nummer zwei, der Beschützer, kickt Euch wie einen Flummi über das Kampffeld, wenn man nicht konzentriert aufpasst.

Wie in "Furi" heißt es also immer und immer wieder aufstehen und einen neuen Versuch starten, bis der bösartige Gott endlich gelegt ist. Wer diese Art von Spiel feiert, wird mit "Eldest Souls" seine Freude haben. Die gut durchgewürfelten Fähigkeiten können bei gekonntem Einsatz eine große Hilfe sein.

Im Großen und Ganzen hat mich lediglich gestört, dass man immer mal wieder in den Arenen "eingesperrt" wurde, wenn einer der Endgegner Euch umzingelt hat. Jeder Fluchtversuch scheitert und Ihr werdet getötet. In solchen Momenten sind Controller schon oft "versehentlich" zu Bruch gegangen.

Titelfoto: United Label Games/Fallen Flag Studio

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