Pikmin 3 Deluxe im Test: Gemeinsam sind sie stark!

Kopai - Die Nintendo Switch ist weltweit ein riesiger Erfolg. Ganz im Gegensatz zur Vorgängerkonsole Wii U, die nie auch nur im Ansatz die Verkaufszahlen erreichen konnte, die Vorgängerin Wii oder Switch erzielten. Damit die teils tollen Spiele, die für die Wii U entwickelt wurden, aber nicht in Vergessenheit geraten, portieren die Japaner ihre Spieleperlen nach und nach auf die Switch. Das neueste Game im Bunde: "Pikmin 3" mit dem Zusatz "Deluxe".

Im Laufe des Abenteuers gesellen sich zahlreiche unterschiedliche Pikmin zu Eurer Gruppe. Je nach Farbe haben sie verschiedene Fähigkeiten.
Im Laufe des Abenteuers gesellen sich zahlreiche unterschiedliche Pikmin zu Eurer Gruppe. Je nach Farbe haben sie verschiedene Fähigkeiten.  © Nintendo

Ich gehöre vermutlich zu den wenigen Leuten, die "Pikmin 3" bereits auf der Wii U durchgespielt haben. Umso mehr wollte ich wissen, wie es Nintendo rechtfertigt, nahezu das gleiche Spiel erneut zum Vollpreis für die Switch auf den Markt zu werfen. 

Wie schon bei den beiden Vorgängern war ich sofort wieder hin und weg von dem süchtigmachenden Spielprinzip. Gestrandet auf einem fremden Planeten ist es in erster Linie die Aufgabe der drei Helden, Ressourcen zum Überleben zu beschaffen.

Dafür stehen Euch die helfenden einheimischen Pikmin zur Seite, denen Ihr Befehle erteilen könnt. Die kleinen Pflänzchen lassen sich werfen, greifen auf Kommando riesige Käfer an oder tragen Früchte zu Eurem Raumschiff, aus denen Proviant hergestellt wird.

Insgesamt 100 Pikmin dürfen sich gleichzeitig auf der Karte befinden. Im Laufe des Spiels gesellen sich immer neue Farbvarianten dazu, die allesamt unterschiedliche Fähigkeiten besitzen. Blaue Pikmin können zum Beispiel schwimmen, während die gelben Setzlinge immun gegen Elektrizität sind. 

Heißt natürlich im Umkehrschluss, dass die anderen Farben diese jeweiligen Fähigkeiten nicht besitzen. Werft Ihr also ein rotes Pikmin herzlos ins Wasser oder schleudert eines der blauen Pikmin auf einen Elektrozaun, segnen die kleinen Helfer ganz schnell das Zeitliche.

Neue Inhalte in der Deluxe-Version

Allein hätte ein Pikmin gegen so einen gefrässigen Gegner keine Chance. Im Team sieht die Sache aber gänzlich anders aus.
Allein hätte ein Pikmin gegen so einen gefrässigen Gegner keine Chance. Im Team sieht die Sache aber gänzlich anders aus.  © Nintendo

Was den dritten Teil der Reihe so besonders macht: Ihr könnt zwischen den drei Hauptcharakteren immer hin und her wechseln, wodurch sich wiederum interessante Möglichkeiten ergeben.  

So kann man beispielsweise einen der Astronauten zusammen mit ein paar Pikmin auf eine höhere Ebene werfen, um dann dort mit dem geworfenen Helden und seinen Begleitern neue Wege zu erschließen.  

Das Ganze funktioniert natürlich auch im Couch-Koop, bei dem der Bildschirm dann gesplittet wird und jeder seinen Aufgaben nachgehen kann. 

Das spart am Ende sehr viel Zeit, die Ihr wiederum durchaus im Auge behalten solltet, denn: "Pikmin 3" verfügt über ein Tag/Nacht-System. Ausschließlich am Tage könnt Ihr Eurer Arbeit nachgehen. 

Wird es Nacht, ziehen sich Eure Astronauten in ihr Raumschiff zurück. Dabei solltet Ihr unbedingt beachten, auch all Eure Pikmin zusammenzutrommeln und mit an Bord zu nehmen. Ansonsten werden sie schnell zum Futter für die fiesen Kreaturen, die nachts auf dem Planeten ihr Unwesen treiben.

Für die Deluxe-Version hat Nintendo ein paar neue Schwierigkeitsgrade eingebaut und einen Abenteuermodus und ein paar Verbesserungen wie die Fokus-Zielerfassung hinzugefügt. Wer bisher Probleme hatte, in der vorgegebenen Zeit Aufgaben zu erledigen, kann ab sofort in ein entspannteres Tempo schalten.

Sämtliche Zusatzlevel, die in der Wii-U-Version im Nachgang hinzugefügt wurden, sind zudem im Switch-Abenteuer direkt enthalten.

Im Koop-Modus wird im Splitscreen gespielt. Jeder Spieler kann einen der drei Hauptcharaktere steuern und mit seiner eigenen Pikmin-Armee auf die Jagd gehen.
Im Koop-Modus wird im Splitscreen gespielt. Jeder Spieler kann einen der drei Hauptcharaktere steuern und mit seiner eigenen Pikmin-Armee auf die Jagd gehen.  © Nintendo

Fazit: Es hat keine 20 Minuten gedauert, schon war ich den Pikmin wieder komplett verfallen. Auch der dritte Ausflug auf einen fremden Planeten macht einfach so viel Spaß, dass man die Switch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen will. Die neuen Verbesserungen, wie die Fokus-Zielerfassung, fügen sich perfekt ins bekannte Abenteuer ein. Das Spiel direkt auf dem schweren Schwierigkeitsgrad anzufangen, sorgt zudem auch für Kenner des Originals für eine neue Herausforderung.

Trotz eines neuen Abenteuer-Modus und der Zusatzinhalte kann man mit der Preispolitik von Nintendo dennoch hadern. Wirklich viel hat sich, vor allem grafisch, nicht getan. Dass alle Bonusinhalte der Urversion enthalten sind, ist löblich. Das sieben Jahre alte Spiel aber deshalb gleich zum Vollpreis von 60 Euro zu verkaufen, halte ich nicht für gerechtfertigt. 

Wer "Pikmin 3" allerdings auf der Wii U verpasst und auch nur minimal etwas für Strategiespiele übrig hat, der kann bedenkenlos zugreifen.

Titelfoto: Nintendo

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