"Ratchet & Clank: Rift Apart" im Test: So gut ist der Animationsfilm zum Spielen

Nefarious City - Vorhang auf für die volle Ladung Next-Gen-Power! Ratchet & Clank: Rift Apart erscheint am 11. Juni exklusiv für Sonys Playstation 5 und kitzelt endlich mal ordentlich Leistung aus der aktuellen Konsolengeneration. Ob der Titel auch spielerisch etwas zu bieten hat, erfahrt Ihr im Test.

Held Ratchet muss sich zu Beginn des Spiels im neuen Universum ohne seine Kumpanen umsehen. Grafisch ist der Titel eine Bombe!
Held Ratchet muss sich zu Beginn des Spiels im neuen Universum ohne seine Kumpanen umsehen. Grafisch ist der Titel eine Bombe!  © Sony Interactive Entertainment

Die Welt gerettet, jedes Hindernis überwunden und nun dürfen die Lorbeeren geerntet werden: Eigentlich müssten sich die kultigen Figuren Ratchet & Clank freuen, dass sie als Helden brilliert haben und sich nun von der ganzen Galaxy feiern lassen können.

Doch irgendwie scheint die Arbeitslosigkeit etwas am Lombax und seinem Roboterkumpanen zu nagen. Um Abhilfe zu schaffen, hat Clank für seinen tierischen Freund den Dimensionator gebaut, mit dem er zwischen verschiedenen Welten reisen kann, um vielleicht seine Familie zu finden.

Doch was wäre eine gute Geschichte ohne den passenden Partycrasher? Bei der Parade zu Ehren der Helden taucht plötzlich Erzfeind Dr. Nafarious auf, der sich den Dimensionator kurzerhand unter den Nagel reist und unglücklicherweise zerstört.

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Daraufhin werden sowohl die beiden Titelfiguren als auch der böse Widersacher in eine Dimension gezogen, die erstaunlich ähnliche Figuren beinhaltet, wie der bekannte Heimatplanet.

Darunter ist sogar ein weiterer Lombax, den ersten anderen, den Ratchet zu Gesicht bekommt. Rivet heißt die fesche Dame, die den halb zerstörten Clank direkt mal entführt und den nun einsamen Helden in Nefarious City alleine lässt. Moment, Nefarious City? Ja, in der Parallelwelt hat Dr. Nefarious komplett das Sagen. Und eines sollte klar sein: Auch dieser verrückte Androide kann Euch nicht besonders gut leiden.

Ratchet & Clank, wie man es kennt

Genretypisch gibt es wieder eine Menge kurioser Waffen zu bestaunen. Neben einer Art Maschinengewehr und Schrotflinte dürft ihr zum Beispiel auch mit Blitzen feuern.
Genretypisch gibt es wieder eine Menge kurioser Waffen zu bestaunen. Neben einer Art Maschinengewehr und Schrotflinte dürft ihr zum Beispiel auch mit Blitzen feuern.  © Sony Interactive Entertainment

Wer schon einmal eines der zahlreichen R&C-Abenteuer gespielt hat, wird sich von der ersten Minute an heimisch fühlen. Ihr hüpft, schießt und gleitet über neun verschiedene Planeten, ringt zahlreiche Kreaturen und Maschinenmonster nieder und bedient Euch an einem mehr als kuriosen Waffenarsenal.

Neben der provisorischen Trio-Blaster-Pistole steht mit dem Vollstrecker beispielsweise auch eine Art Schrotflinte zur Verfügung. Spezieller wird es, wenn Ihr Eure Kontrahenten einfriert, in Pflanzen verwandelt, mit Blitzen jagt oder ganz klassisch in die Luft sprengt. Für jeden Geschmack ist etwas dabei!

Einige Wummen sind dabei aber auch ein bisschen zu stark geraten. Mr. und Miss Partypilz oder auch der Handschuh der Apokalypse beschwören jeweils kleine Helferlein, die die Arbeit nahezu für Euch erledigen, ohne dass man effektiv schießen muss. Zumindest auf dem normalen Schwierigkeitsgrad.

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Auf einem der beiden härteren Auswahlmöglichkeiten oder dem Herausforderungsmodus, der sich nach dem einmaligen Durchspielen freischaltet, sieht die Sache schon etwas anders aus. Hier sind gute Reflexe gefragt, um in den teils chaotischen Fights nicht zu sehr auf die Mütze zu bekommen.

Sammelspaß ohne Ende

Rivet ist die neue spielbare Heldin im Team. Zusammen mit Clank versucht sie, Ordnung in das ganze Universums-Chaos zu bringen.
Rivet ist die neue spielbare Heldin im Team. Zusammen mit Clank versucht sie, Ordnung in das ganze Universums-Chaos zu bringen.  © Sony Interactive Entertainment

Zum Glück könnt Ihr allerhand Sachen abstauben, die das Leben der Helden deutlich erleichtert. Beispielsweise findet Ihr Kleidung für Kopf, Torso und Beine, die nützliche Fähigkeiten wie mehr Schaden gegen spezielle Feinde freischalten.

In der teils offenen Welt gibt es zudem auch die eine oder andere Nebenaufgabe, die zum Beispiel goldene Schrauben einbringen, mit denen Ihr zum Ende hin sogar unendlich Munition oder Leben aktivieren könnt.

Die übersichtliche Karte, die später netterweise sämtliche Sammelitems anzeigt, ist bei der Suche eine große Hilfe.

Tatsächlich greifen all diese Mechaniken so nahtlos ineinander, dass man beim Spielen durchgängig gute Laune hat. Sein übriges tut die fantastische Animationsgrafik, die locker aus einem Pixar-Film stammen könnte.

Wer auch nur ansatzweise ein Faible für effektgeladene Jump-and-Run-Action-Adventures hat und inzwischen glücklicher Besitzer einer Playstation 5 ist, braucht eigentlich nicht weiter überlegen und kann direkt zuschlagen.

Fazit zu Ratchet & Clank: Rift Apart

Im Vorfeld wurde viel darüber gesprochen, wie die neue Heldin Rivet ins Universum eingebunden wird. Aus Spoilergründen verrate ich mal nicht zu viel, nur, dass man immer im Wechsel als Duo aus Lombax und Roboter unterwegs ist - wie man es eben gewohnt ist! Auch sonst sollte es kaum einen Ratchet & Clank-Fan da draußen geben, dem nicht das Herz bei Rift Apart aufgeht.

Was Insomniac Games mit dem PS5-exklusiven Titel auf die heimischen Bildschirme klatscht, ist allererste Sahne. Die abwechslungsreichen Welten strotzen nur vor Details und Sammelkram. Das Spielprinzip motiviert wie eh und je. Die Waffen sind witzig und können via Edelsteinabgabe gezielt aufgewertet werden.

Ich war noch nie der größte Fan von Ratchet & Clank. Mit Rift Apart hatte ich über die gesamte Spieldauer aber meinen Spaß, was nicht zuletzt an der fantastischen Präsentation und den sympathischen Figuren lag. So fühlt sich Next-Gen an - da könnte man sich glatt dran gewöhnen!

Titelfoto: Sony Interactive Entertainment

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