Subnautica: Below Zero im Test: Auf einem fremden Planeten wäre ich verloren!

Leipzig - Mit "Subnautica: Below Zero" veröffentlicht Entwickler "Unknown Worlds Entertainment" am 14. Mai den langersehnten Nachfolger zu seinem Unterwasser-Survival-Hit "Subnautica". Mehr Story sowie ein größerer Fokus auf Abenteuer an Land sollen dabei unter anderem für frischen Wind im Spiel sorgen. Für unseren Tester brachte der Tauchgang zudem so einige Erkenntnisse über sich selbst, wie er in seinem Logbuch berichtet.

Endlich wieder Abenteuer unter Wasser: Mit "Subnautica: Below Zero" veröffentlicht Entwickler Unknown Worlds Entertainment den nächsten Survival-Kracher.
Endlich wieder Abenteuer unter Wasser: Mit "Subnautica: Below Zero" veröffentlicht Entwickler Unknown Worlds Entertainment den nächsten Survival-Kracher.  © Unknown Worlds Entertainment

Logbuch des Testers, Tag 1: Bin auf einem fremden Planeten gelandet. Na ja, "abgestürzt" trifft es wohl besser. Mein Schiff ist jedenfalls kaputt, und ich muss mich jetzt allein durchschlagen. Ist jetzt nicht die schönste Situation, aber was tut man nicht, um seine Schwester zu finden - oder in meinem Fall, "Subnautica: Below Zero" zu testen.

Mit dem Vorgänger "Subnautica" lieferte Entwickler Unknown Worlds Entertainment 2018 einen Überraschungs-Hit und das für viele beste Survival-Abenteuer der vergangenen Jahre.

Das Grundprinzip war dabei dasselbe: Abgestürzt auf einem fremden, größtenteils von Wasser bedeckten Planeten musste man ums Überleben kämpfen, Basen bauen und die Welt erkunden, um einen Weg von ihr herunterzufinden.

"Subnautica" war durch seine verschiedenen Elemente jedoch noch viel mehr als nur ein Survival-Abenteuer. Es war eben auch ein wenig Basenbau-Simulator und Unterwasser-Sandbox und gerade durch die Verlegung ins kühle Nass ebenso Survival-Horror. Genau an diese Erfolgsformel knüpft nun "Below Zero" an, will jedoch unter anderem mit einem größeren Fokus auf die Story noch viel mehr bieten.

Diesen Punkt kann ich definitiv schon mal bestätigen. Während Teil 1 mich gleich ins kühle Nass warf, ist das Intro von Teil 2 um einiges ausgereifter. Viel wird nach dem Absturz zwar nicht erklärt, "Below Zero" bleibt seinem Sandbox-Charakter treu, aber immerhin weiß ich schon mal, warum ich hier bin und wo ich hin muss.

Aber gut, erstmal ab in die Basis, bevor die Seemonster kommen.

Der Entdeckerdrang in mir

Darin verbringt Ihr nun auch mehr Zeit an Land! Hier ebenfalls zu sehen ist Heldin Robin Ayou, die sich im Spiel auf die Suche nach ihrer verschwundenen Schwester macht.
Darin verbringt Ihr nun auch mehr Zeit an Land! Hier ebenfalls zu sehen ist Heldin Robin Ayou, die sich im Spiel auf die Suche nach ihrer verschwundenen Schwester macht.  © Unknown Worlds Entertainment

Logbuch des Testers, Tag 2: Was mir gleich beim ersten Blick auffiel, ist, wie detailreicher "Below Zero" aussieht.

Die Unterwasserwelt mit seinen zahlreichen Bewohnern, Korallenfeldern und Felsformationen, die Lichtbrechungen im Wasser und die dynamischen Wetterverhältnisse. Alles wirkt nochmal eine ganz Ecke schicker und lädt umso mehr zum Erkunden ein - wenn man sich darauf einlässt.

Mein erster Tauchgang war eine halbe Katastrophe. Ich wäre beinahe daran verzweifelt, Materialien zu sammeln, weil ich nicht verstanden hab, wie ich das Seegras ernten kann. Hätte mir ein YouTube-Video nicht gesagt, wäre ich wahrscheinlich nie auf die Idee gekommen, ein Messer zu bauen und es damit zu schneiden. Allein auf einem fremden Planeten wäre ich verloren!

"Subnautica: Below Zero" ist ein Spiel für Tüftler. Wer keine Geduld und keinen Nerv für kleinteilige Arbeit hat, wird wie ich schnell an seine Grenzen kommen. Gleichzeitig fühlt sich durch diese Kleinteiligkeit jeder Erfolg unglaublich gut an und lässt mich weitermachen.

Es ist das Spiel mit dem Entdeckerdrang, das hier so gut umgesetzt ist und mich immer wieder antreibt. Am Ende will man eben doch das nächste Werkzeug zusammen basteln, die Basis aufbauen oder den ein paar Meter entfernten Notruf erkunden.

Ausflug aufs Land

Natürlich stehen auch in Teil 2 wieder Erkundung, Basenbau und Überleben im Vordergrund. "Below Zero" setzt all das wie sein Vorgänger gekonnt um und macht dabei unglaublich viel Laune!
Natürlich stehen auch in Teil 2 wieder Erkundung, Basenbau und Überleben im Vordergrund. "Below Zero" setzt all das wie sein Vorgänger gekonnt um und macht dabei unglaublich viel Laune!  © Unknown Worlds Entertainment

Logbuch des Testers, Tag X: Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich mittlerweile in "Below Zero" verbracht, Regionen erkundet und nach meiner Schwester gesucht habe.

Gerade in Kombination mit der fast schon meditativen Musik erwische ich mich immer dabei, wie ich das Zeitgefühl verliere. Noch dazu wirkt die Welt so unglaublich immersiv! Die Übergänge in neue, schwerere Abschnitte sind fließend, die Umwelt mit ihren Pflanzen und Lebewesen wirkt überraschend natürlich.

Klar, hier und da bewegt sich einer der Alienfische mal etwas seltsam, aber auch das finde ich sympathisch: Die Entwickler machen keinen Hehl daraus, dass Bugs auftreten können und bitten direkt im Spiel, diese zu melden.

Auch die Momente an Land stehen dem in nichts nach. Im Gegenteil, sie tun genau das, was sie sollten: Sie bringen frischen Wind in die erfolgreiche Formel und sorgen dafür, dass sich "Below Zero" von seinem Vorgänger abhebt.

Ja, die Arbeit und der Basenbau mögen zu Beginn etwas kleinteilig sein, aber ich hatte trotzdem unglaublich viel Spaß auf meinem Survival-Abenteuer. Jetzt muss ich nur noch von Planet 4546B runter kommen, immerhin wird es Zeit für das...

Fazit

"Subnautica: Below Zero" ist ein unglaublich spannendes Spielerlebnis. Klar, es mag der typische zweite Teil sein, der noch einen drauf setzt, aber dafür macht es eben auch so ziemlich alles richtig. Es nimmt eine bereits funktionierende Formel und verbessert sie. Gerade der größere Fokus auf die Story hat es für mich dabei ansprechender gemacht, da es mir den Einstieg erleichtert und mir immer wieder Punkte gegeben hat, an denen ich mich auf meinem Abenteuer entlang hangeln konnte. Veteranen brauchen sich indes nicht zu sorgen: Die Sandbox ist noch immer da und definitiv der Hauptaspekt des Spiels.

Wer Lust auf ein wirklich gelungenes Survival-Abenteuer hat, dem kann ich "Subnautica: Below Zero" wirklich nur ans Herz legen. Auf die kleinteilige Arbeit muss man sich zunächst einstellen, aber es wäre gelogen, wenn ich nicht sagen würde: Ich hatte auf jeden Fall meinen Spaß damit!

Titelfoto: Unknown Worlds Entertainment

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