"The Outer Worlds" für Switch im Test: Spielt es lieber auf PS4!

Leipzig - Dass über Portierungen von Videospielen noch immer berichtet werden sollte, macht einmal mehr "The Outer Worlds" deutlich, welches unlängst für die Switch nachgereicht wurde. Ein großartiges Spiel, das man allerdings lieber auf einer anderen Plattform genießen sollte.

"The Outer Worlds" ist ein großartiges Rollenspiel der alten Schule, das nun auch für die Switch erhältlich ist. Leider sieht das Spiel auf der Nintendo-Konsole lange nicht so gut aus, wie in diesen Screenshots.
"The Outer Worlds" ist ein großartiges Rollenspiel der alten Schule, das nun auch für die Switch erhältlich ist. Leider sieht das Spiel auf der Nintendo-Konsole lange nicht so gut aus, wie in diesen Screenshots.  © Private Division/Take2

Um das gleich vorweg zu nehmen: "The Outer Worlds" ist wirklich ein tolles Spiel. Für mich war es sogar eines der Highlights und eine der Überraschungen des vergangenen Jahres, weshalb ich es auch in unseren "Diese Spiele dürfen unter keinem Weihnachtsbaum fehlen"-Artikel aufgenommen habe. 

Ein Rollenspiel der alten Schule, angelehnt an "Fallout", "Skyrim" und Co. Vollgepackt mit Dialogen, tiefgreifenden Level-Systemen und unzähligen Lösungsmöglichkeiten. Wer wie ich ein Fan der "Mass Effect"-Trilogie (Japp, "Andromeda" ignoriere ich an dieser Stelle gekonnt) und mit Spielen wie eben "Fallout" oder auch "Gothic" aufgewachsen ist, wird mit "The Outer Worlds" seine absolute Freude haben. 

Man sollte das Abenteuer jedoch lieber auf einer anderen Konsole genießen.

"The Outer Worlds" im Test: Pixel-Matsch auf der Switch

An den großartig geschriebenen Dialogen und Charakteren ändert dies glücklicherweise nichts. Mit ihnen zu interagieren, ist noch immer die pure Freude.
An den großartig geschriebenen Dialogen und Charakteren ändert dies glücklicherweise nichts. Mit ihnen zu interagieren, ist noch immer die pure Freude.  © Private Division/Take2

Denn während die Grafik auf PC, PS4 und XBox One noch einen eigenen Charme entwickelt, wird das Ganze auf der Switch zum Pixel-Matsch. 

Sowohl die Umgebung als auch Charaktere werden deutlich weniger scharf dargestellt. Texturen laden verzögert oder mussten zum Teil ganz herausgenommen werden. Natürlich könnte man an dieser Stelle argumentieren, dass all das zugunsten der Performance geschah, doch auch hier hatte ich - gerade in den Kämpfen - mit Rucklern zu tun. 

In der Handheld-Version ging das Ganze sogar so weit, dass ich Gegner nicht wahrgenommen habe, obwohl sie nur ein paar Meter neben mir standen. Und selbst, nachdem sie dann auf mich geschossen haben, konnte ich sie immer noch nicht ausmachen. Das letzte Mal, dass mir so etwas passiert ist, war in "Halo: Combat Evolved" - und ich meine nicht die Remastered-Version.

Um das Ganze anschaulicher zu machen, findet Ihr nachfolgend noch ein Vergleichsvideo von "GameXplain".

Solltet Ihr also "The Outer Worlds" noch nicht gespielt aber mal wieder so richtig Heißhunger auf ein gutes Rollenspiel haben, dann greift zu. Einen besseren Genrevertreter werdet Ihr aktuell kaum finden. Solltet Ihr darüber hinaus noch die Möglichkeit haben, das Spiel auf einer anderen Plattform als der Switch zu genießen, dann - bitte - tut dies. Ein großartiger Titel wie dieser sollte ohnehin in Ruhe und nicht unterwegs genossen werden.

Titelfoto: Private Division/Take2

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