The Suicide of Rachel Foster: Spannender Familien-Krimi im verlassenen Hotel

Deutschland - Der Mystery-Thriller "The Suicide of Rachel Foster" erlebt dank seines PlayStation4-Releases vor wenigen Tagen einen kleinen Hype.

Erinnert nicht nur wegen der langen Korridore an das "Overlook"-Hotel aus Stanley Kubricks "The Shining"-Verfilmung.
Erinnert nicht nur wegen der langen Korridore an das "Overlook"-Hotel aus Stanley Kubricks "The Shining"-Verfilmung.  © Daedalic Entertainment

Auch wenn man spätestens seit der Veröffentlichung auf Steam im Februar kurzzeitig mit Gaming-Streams überrannt wurde, sollten die Konsoleros den Titel jedoch auf dem Radar haben.

Zugegeben, der Wiederspielwert ist - trotz der alternativen Enden - eher gering und wenn man schon andere beim Zocken beobachten konnte, nimmt das etwas den Drive weg.

Auch sollte man auf dem Schirm haben, dass "The Suicide of Rachel Foster" keine deutsche Synchronisation beinhaltet - was für die meisten Gamer jedoch kein Problem darstellen sollte. Zumal man ja deutsche Untertitel einschalten kann. 

Befremdlich jedoch ist, dass Entscheidungen in Dialogen - wie man es bei Titeln wie "Life Is Strange" beispielsweise kennt - keinerlei Auswirkungen auf den Verlauf der Geschichte zu haben scheinen.

Damit sind auch schon die größten Kritikpunkte des Spiels abgearbeitet, denn das mysteriöse Familiendrama bietet ein sehr gutes Gaming-Erlebnis für Grusel-Fans.

Gelungenes Krimi-Rätsel hinter persönlicher Erb-Sünde

Protagonist Nicole kehrt an den Ort ihrer Kindheit zurück. Da werden Erinnerungen wach - und Geheimnisse gelüftet.
Protagonist Nicole kehrt an den Ort ihrer Kindheit zurück. Da werden Erinnerungen wach - und Geheimnisse gelüftet.  © Daedalic Entertainment

Man ist durch die Atmosphäre, der Egosicht und der verlassenen Umgebung natürlich geneigt, Vergleiche zu ziehen. Wird es eine spannende Geschichte wie "What Remains Of Edith Finch" oder ein zeitverschwendender Totalausfall wie "Those Who Remain"? Was bleibt von dem Game aus dem Hause Daedalic Entertainment?

Der Thriller, dessen Handlung im Jahre 1993 angesiedelt ist, macht sehr vieles richtig. Die düster-mysteriöse Atmosphäre in dem verlassenen, schneebedeckte Hotel (das immer wieder an das "Overlook"-Hotel aus der "The Shining"-Verfilmung erinnert), gutgeschriebene Story-Elemente wie die Dialoge, die Figuren und die Idee der Geschichte selbst hinterlassen nachhaltig einen sehr positiven Eindruck.

Wir spielen Nicole, die nach dem Tod ihrer Eltern mit der Aufgabe betraut wird, deren Hotel zu veräußern und den Erlös der Familie von Rachel Foster zu übergeben. Diese Rachel Forster war die Geliebte von Rachels Vater und hatte sich zehn Jahre zuvor das Leben genommen. Oder besser: genommen haben soll. Denn es gibt da gewisse Gerüchte. Auch über eine mögliche Schwangerschaft.

Unsere Aufgabe ist es nun, uns in dem verlassenen und dadurch sehr stimmungsvollen Timberline-Hotel auf die Suche nach antworten zu begeben und die Rätsel hinter dem Familien-Krimi zu lösen. 

Ein spannendes Spiel mit hohem Unterhaltungswert, einer gut eingefangenen Atmosphäre und einer gut erzählten Geschichte. Nicht nur Genre-Fans sollten hier auf ihre Kosten kommen.

Titelfoto: Daedalic Entertainment

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