Achtung! Diese Miau-Attacke sorgt für zahlreiche Probleme

Netz - Seit Tagen sorgt ein Programm für Probleme in der digitalen Welt. Dieses befällt und überschreibt ungesicherte Datenbanken. Es endet mit dem Wort "Miau".

Vorsicht ist geboten: Auch in Deutschland wurden Datenbanken Opfer der Miau-Attacke.
Vorsicht ist geboten: Auch in Deutschland wurden Datenbanken Opfer der Miau-Attacke.  © 123RF/sonjachnyj

Hinter eben jenem vermeintlich so harmlosen  Katzengeräusch steckt ein großes Problem. 

Wie der "Spiegel" berichtet, hat die sogenannte Miau-Attacke bis zum Freitagmorgen schon 2480 Datenbanken befallen. Wer oder was hinter dieser Attacke steckt, ist unklar.

Doch was genau geht eigentlich vor? 

Ein Computerprogramm befällt ungesicherte Datenbanken ohne Passwortschutz, die in Cloud-Umgebungen von Amazon, Google, Microsoft und zahlreichen weiteren Anbietern liegen. Dabei sind die Typen ElasticSearch und MongoDB betroffen. 

Die Daten werden mit zufälligen Zahlen überschrieben und dadurch unbrauchbar. 

Dahinter wird das englische Wort "meow" angehängt, zu deutsch: Miau!

Auch in Deutschland gibt es bekannt Vorfälle. Hierzulande sollen mehr als 100 Datenbanken betroffen sein.

Bereits am vergangenen Montag wurde ein IT-Sicherheitsexperte auf die Vorfälle aufmerksam. Der Mann namens Volodymyr Diachenko sagte dem "Spiegel", dass der Bot sich schneller verbreite als bisher alle anderen bekannten Attacken. 

Was das Ziel des Miau-Bots ist, ist unklar. Oftmals verschlüsseln Angreifer Datenbanken und erpressen die Betreiber. Diese müssen Geld zahlen, falls sie auf ihre Daten wieder zugreifen wollen. Doch das automatisiert ablaufende Skript des Miau-Bots hat dies nicht zum Ziel. Es macht die Datenbanken einfach nur unbrauchbar.

Der Urheber des Bots verwischt seine Spuren

Der Urheber lässt sich nicht so einfach ausfindig machen. Die IP-Adressen, von denen der Angriff stammt, sind verschlüsselt. 

Doch was ist dann der Plan des Angreifers? Möchte dieser vielleicht einfach nur auf Sicherheitslücken im Netz aufmerksam machen? Diese Vermutung lässt sich bislang nicht bestätigen.

Es bleibt also abzuwarten, ob sich der Urheber der Attacke noch zu seinem Bot äußern wird. Fest steht, dieses Miau ist nicht zu unterschätzen!

Titelfoto: 123RF/sonjachnyj

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