Gelebte Nächstenliebe: Brief zu Coronavirus bewegt das Netz

Wien - Die Corona-Krise beherrscht das Leben der Menschen mehr und mehr. In diesen unsicheren Zeiten ist es schön zu wissen, dass es Menschen gibt, die für ihren Nächsten da sind. Ein Nachbarschafts-Brief zum Coronavirus zeigt genau das - das Netz ist bewegt.

Dieser Nachbarschafts-Brief geht auf Facebook und Instagram viral.
Dieser Nachbarschafts-Brief geht auf Facebook und Instagram viral.  © Screenshot/Facebook

Eine Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses in Wien teilte den Beitrag am Mittwoch auf Facebook (zum Originalpost auf Facebook). Der Beitrag wurde schnell zum Internet-Hit. Auf Instagram und Facebook wurde er hunderte Male geteilt, kommentiert und geliked. 

Der Post zeigt einen Brief an die Nachbarn, in dem zwei Bewohner ihre Hilfe in Zeiten der Coronavirus-Krise anbieten. 

"Liebe Nachbar_innen! Sollten sie über 65 sein oder eine Immunkrankheit bzw. geschwächtes Immunsystem haben, möchten wir (Fredi und Andi - Tür 12) euch unterstützen gesund zu bleiben", steht dort.

"Wir gehören nicht zur Risikogruppe und können somit unter die Arme greifen, falls benötigt. Falls also Erledigungen zu machen sind (Einkauf und sonstige Tätigkeiten in der Öffentlichkeit), freuen wir uns, wenn wir helfen können. Ihr könnt uns einfach einen Zettel bei der Tür lassen, den Briefkasten verwenden oder hier anrufen (Telefonnummer geschwärzt; Anm. d. Red.)".

Die hilfsbereiten Bewohner schließen ihr Schreiben mit den Worten: "Gemeinsam steht Wien auch eine Pandemie durch. Liebe Grüße, Fredi und Andi", ab.

Nachbarschaftschallenge: Zusammenhalten in Zeiten der Krise

Die engagierten Bewohner rufen zur Nachbarschafts-Challenge auf. (Symbolbild)
Die engagierten Bewohner rufen zur Nachbarschafts-Challenge auf. (Symbolbild)  © Yotsaran Chotikwangkun/123RF

Die Userin erklärt, dass sie aufgrund des Coronavirus traurig gewesen wäre, weil sie viele Kulturschaffende kenne. Das Virus sei für viele in dieser Branche existenzbedrohend. 

Doch an erster Stelle stehe jetzt, die Pandemie einzudämmen. So kamen sie auf diese Idee. "Da wir zwei ältere und alleinstehende Nachbar_innen haben, haben wir uns gedacht, so ein Zettl wär nice. Wir haben ja auch keine Kinder und zumindest am Wochenende und Abend sehr viel Zeit", lautet es in dem Facebook-Post.

Die Nutzerin ruft zur Nachbarschafts-Challenge auf: "Falls es euch auch - wie uns - möglich ist anderen zu helfen, ich glaub über so einen Zettl freut sich jedes Haus. Let's call it #Nachbarschaftschallenge."

Der Post erreichte in kürzester Zeit tausende Menschen und einige haben sich auch schon an der Challenge beteiligt. Eine tolle Aktion.

Alle Infos im ++ Coronavirus-Liveticker ++

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