Gefährlicher Trend: Mütter füttern Babies mit Cerealien und Schlafmitteln

New York - Alexis Delaney hat mit einem Facebook-Post für einen gefährlichen Trend gesorgt: Darin beschreibt sie, wie sie ihr Kind unter anderem mit Cerealien und Schlafmittel ruhig stellt.

Ärzte raten von fester Nahrung über Trinkflaschen ab. (Symbolbild)
Ärzte raten von fester Nahrung über Trinkflaschen ab. (Symbolbild)  © Christin Klose/dpa-tmn

Für frischgebackene Eltern sind die ersten Monate mit einem Neugeborenen manchmal eine Herausforderung.

Kein Wunder, dass Tipps, um Säuglingen das Einschlafen zu erleichtern, sehr gefragt sind.

Doch die Methode der Amerikanerin Alexis Delaney geht für viele zu weit:

Die junge Mutter füllt das Fläschchen ihres Babys mit einer Mischung aus Muttermilch, Babybrei, Cerealien und manchmal sogar Schlafmitteln.

Laut Alexis funktionieren diese sogenannten Knockout Bottles jedes Mal. Insbesondere wenn ihr Säugling krank ist, hilft die Methode dabei, ihn zu beruhigen.

Auf Facebook erntet sie neben einigen kritischen Stimmen auch Zuspruch von Müttern, die ihren Kindern eine ähnliche Mischung zur Beruhigung verabreichen.

So schreibt eine Mutter: "Ich habe in einem Fläschchen ein bisschen Müsli mit einem Beruhigungsmittel und etwas Melatonin gemischt. Danach habe ich ihn zum Schlafen gelegt, ihn zwei Stunden lang schreien lassen und danach war er die ganze Nacht ruhig."

Ärtze schlagen Alarm

Laut DailyMail raten Ärtze dringend davon ab, Säuglingen in den ersten sechs Monaten feste Nahrung zum Verzehr zu geben. Es bestehe akute Erstickungsgefahr:

"Es wird nicht empfohlen, Babies über ein Trinkfläschchen feste Nahrung zuzuführen. Das Trinken von Milch funktioniert ganz anders als das Schlucken von festen Lebensmitteln. Deswegen besteht die Gefahr, dass das Kind sich verschluckt und im schlimmsten Fall erstickt".

Außerdem ergibt aus physiologischer Sicht keinen Sinn, dass das Kind durch die Zugabe von fester Nahrung besser schläft:

"Es gibt absolut keine Garantie dafür, dass ein Baby schläft, nur weil der Flasche Essen hinzugefügt wurde. Außerdem sollten einer Flasche keine Medikamente hinzugefügt werden, es sei denn, ein Arzt empfiehlt etwas anderes".

Experten raten dazu, dass es Babys mehr helfen könnte, sich zu beruhigen, wenn sie die Anwesenheit ihrer Mutter spüren.

Anstelle von Medikamenten oder Müsli sollten Mütter stattdessen also ihr Kind lieber öfter in den Arm nehmen.

Mehr zum Thema Facebook:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0