Influencerin äußert sich nach Moria-Shitstorm: "Wurde einiges vermischt"

Hamburg – Mit ihrem Posting zu den Ereignissen in dem griechischen Flüchtlingslager Moria hat Charlotte Weise (27) einen Shitstorm ausgelöst. Nun hat sich die Influencerin selbst zu Wort gemeldet.

Auf Instagram macht Charlotte (27) ihre Meinung klar.
Auf Instagram macht Charlotte (27) ihre Meinung klar.  © Screenshot/Instagram, Charlotte_Weise

Den Vorwurf, sie habe die Menschen in Moria mit Tieren verglichen (TAG24 berichtete), will die 27-Jährige nicht auf sich sitzen lassen. 

Sie sei alles andere als eine "rechte Person": "Ich setze mich tagtäglich dafür ein, dass Menschen und Tieren und der Erde geholfen wird", äußerte Charlotte nun gegenüber TAG24.

"Ich habe in meiner Story erzählt, dass mich Moria mitnimmt und dass ich an generellem Weltschmerz leide", rechtfertigt sie sich. In diesem Zusammenhang sei sie auch auf das Leid der Tiere zu sprechen gekommen. 

Damit habe sie aber nicht die Flüchtlinge in Griechenland gemeint: "Da wurde einiges vermischt und mir Dinge in den Mund gelegt, die ich so nicht gesagt habe! Ich habe die Menschen in Moria auf keinen Fall als Tiere bezeichnet!", ist sich die Influencerin sicher.

Dass sie im Anschluss an ihren Moria-Beitrag nahtlos zu einer Shampoo-Werbung überging, hätte man "natürlich geschickter" lösen können, wie sich die gebürtige Hamburgerin eingesteht. "Aber ich bin auch nur ein Mensch."

Aus den Fehlern habe sie jedenfalls gelernt. In Zukunft wolle sie eine Lücke zwischen ernsten Themen und Werbung lassen. 

Charlotte leidet unter "Weltschmerz"

Die 27-Jährige steht zu ihren Fehlern.
Die 27-Jährige steht zu ihren Fehlern.  © Screenshot/Instagram, Charlotte_Weise

Mehrere Nutzer hatten vergangene Woche nach einer Story auf Instagram gegen die 27-Jährige geätzt.

In dem Clip war zu sehen, wie sich Charlotte zunächst einen Teller Nudeln zubereitete, von dem Essen auf die Flüchtlinge zu sprechen kam, um dann mit Shampoo-Werbung anzuknüpfen.

Zwischendrin äußerte sie sich noch zu dem Leid der Tiere: "Ich denke auch mehrmals am Tag an die ganzen Tiere, die jede Sekunde getötet werden und auf kleinstem Platz eingesperrt sind. Weltschmerz" und dann: "Ich hoffe, dass sich auch die anderen Länder in Europa bereit erklären, Menschen aufzunehmen." 

Viele User nahmen deshalb an, die Influencerin würde Flüchtlinge mit Tieren vergleichen, was diese nun dementierte. 

Charlotte wanderte vor fast einem Jahr mit ihrem Freund Felix Adergold (41) von Hamburg nach Spanien aus. Dort lebt sie nun ihren Traum und berichtet auf ihrem Instagram-Profil rund um die Themen Body Positivity und vegane Ernährung.

Titelfoto: Screenshot/Instagram, Charlotte_Weise

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