Mutter erklärt, warum sie mit ihrer Tochter (2) Jagen geht

Ohio - Die 31-jährige Beka Garris muss sich im Netz viel Kritik anhören. Ihr wird vorgeworfen, eine schlechte Mutter zu sein. Der Grund: Sie nimmt ihre zweijährige Tochter Isabella zum Jagen mit.

Stolz präsentiert die Amerikanerin ihren Fang. Auch ihre Tochter ist mit dabei.
Stolz präsentiert die Amerikanerin ihren Fang. Auch ihre Tochter ist mit dabei.  © Instagram/bekagarris

Die Entscheidung der Mutter, ihr kleines Kind bei der Jagd von Tieren mitzunehmen und Bilder von diesen Ausflügen auf Instagram zu posten, sorgt bei vielen Usern für Entsetzen. 

Die Fotos zeigen das kleine Mädchen neben einigen der toten Tiere. Es ist schwer zu sagen, ob sie tatsächlich nachvollziehen kann, was mit den Lebewesen passiert ist.

Die Amerikanerin Beka Garris rechtfertigt ihre Entscheidung gegenüber der Webseite unilad. 

"Die Jagd mit Kindern jeden Alters ist etwas, was unsere Vorfahren die ganze Zeit getan haben", wird sie zitiert. "Deshalb sollte sie nicht als 'schockierend' angesehen werden."

Beka erklärt, wie sich ihre Einstellung zu dem umstrittenen Sport entwickelt hat. Sie selbst wurde im Alter von 10 Jahren von ihrem Vater, einem begeisterten Jäger, mitgenommen. Schon bald wurde dies zu einem festen und großen Bestandteil ihrer Kindheit.

Heute geht sie mit Isabella mehrmals die Woche in den Wald. Sie wolle die Tradition weitergeben, erklärt die 31-Jährige. Daher begann sie schon früh, ihr kleines Mädchen an die spezielle Art des Tötens zu gewöhnen. Auf ihren gemeinsamen Ausflügen haben die beiden sowohl Hirsche als auch Kaninchen erlegt.

Beka Garris sieht sich als Naturschützerin

Und Schuss! Isabella wird während der Jagd auf dem Rücken ihrer Mutter getragen.
Und Schuss! Isabella wird während der Jagd auf dem Rücken ihrer Mutter getragen.  © Instagram/bekagarris

Beka sagt, sie ziehe es vor, die an sie gerichteten kritischen Kommentare zu ignorieren. Ihre Tochter begleite sie "gerne" bei ihren Ausflügen.

Nach wie vor geht die 31-Jährige gerne alleine jagen, doch dann dauern ihre Streifzüge wesentlich länger, als es in Begleitung von Isabella der Fall ist.

Durch ihre gemeinsamen Ausflüge würde die Zweijährige eine viel stärkere Bindung zu der Natur aufbauen, ist sich die Amerikanerin sicher. 

Die Kritik, die ihr im Netz entgegenschlägt, weist sie zurück.

"Ich weigere mich, mich dafür zu entschuldigen, dass ich meinem Kind beigebracht habe, dass Nahrung aus dem Wald, dem Wasser und dem Garten kommt."

Zudem spiele der Naturschutz für sie eine große Rolle. "Wir häuten und zerschneiden unsere Tiere. Ich rette den Schädel und einige Knochen, um sie zu bleichen und damit Kunstwerke zu schaffen."

"Federn und Fell werden aufbewahrt, um einen Wandbehang oder Kleidung herzustellen. Das Fleisch wird gesäubert, zerschnitten und dann für zukünftige Mahlzeiten eingefroren."

Auf Instagram postet Beka viele Schnappschüsse der Jagd

Die Amerikanerin möchte andere Eltern inspirieren

Ihr geht es nicht darum, dass ihre Jagd erfolgreich verläuft. Für Beka zählen "die großartigen Erinnerungen, die man aus dieser Erfahrung mitnimmt".

Beka gibt zu, dass ihre Entscheidung, ihre Tötungen zur Schau zu stellen, nicht jeder verstehen mag. Sie behauptet, sie zolle dem Tier "Respekt". Die 31-Jährige hofft, dass ihre Geschichte andere Eltern dazu inspirieren wird, "ihre Kinder mehr in die freie Natur einzubeziehen". 

Titelfoto: Instagram/bekagarris

Mehr zum Thema Internet:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0