Nach Tod von George Floyd: Hacker-Netzwerk erklärt Polizei den Krieg

Minneapolis - Der Protest um den Tod von George Floyd (†46) sorgt in den USA für eine Welle des Protests. Nun mischt sich das Hacker-Netzwerk "Anonymous" ein.

Anonymus kritisiert die Polizei von Minneapolis scharf.
Anonymus kritisiert die Polizei von Minneapolis scharf.  © 123RF/tiero

Die Gruppierung hat die Polizeiabteilung von Minneapolis offen ins Visier genommen und diese der wiederholten Polizeibrutalität beschuldigt.

Auf ihrer Facebook-Seite hat das Hacker-Netzwerk ein Video veröffentlicht, das die Beamten beschuldigt, George Floyds Tod gebilligt zu haben.

Ein maskiertes Mitglied der weltweiten Organisation erklärte in dem Clip, er "traue" der "korrupten Organisation nicht zu, gerecht zu handeln".

"Anonymous" behauptet weiter, die Polizeibehörde von Minneapolis habe eine "schreckliche Erfolgsgeschichte von Gewalt und Korruption" und "193 Menschen wurden von Polizisten getötet".

Im Folgenden werden mehrere Todesfälle aus den vergangen Jahren genannt, die "von der Polizei in Minnesota getötet" wurden.

Dabei fällt auch der Name von Philando Castile, der 2017 bei einer Fahrzeugkontrolle erschossen wurde.

Der Freispruch der Täter sorgte bereits damals für landesweite Protestaktionen.

Anonymous: Tod von George Floyd ist "nur die Spitze des Eisbergs"

Nach dem Tod von George Floyd kam es weltweit zu Protest-Aktionen.
Nach dem Tod von George Floyd kam es weltweit zu Protest-Aktionen.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Der Tod von George Floyd ist laut Anonymous "nur die Spitze des Eisbergs" und Beamte, die Menschen töten "und Verbrechen begehen, müssen zur Rechenschaft gezogen werden".

Daraufhin fordert die Gruppierung die Anklage gegen alle am Tod von Floyd beteiligten Polizisten, nicht nur gegen Derek Chauvin.

Dieser war am Freitagabend wegen Mordes dritten Grades und Totschlags zweiten Grades festgenommen worden.

Drei Tage zuvor ging ein Video viral, in dem George Floyd auf dem Boden zu sehen ist, der um Hilfe bittet und den Polizisten anfleht, sein Knie von ihm zu nehmen, da er "nicht atmen kann".

Anonymous erklärt, dass die Welt bereit dazu ist, endlich aufzuwachen und die Gruppe werde "jedes Mal wütender, wenn sie sehe, dass unnötig Blut ohne Konsequenz vergossen wird".

Der Polizei von Minneapolis traue man nicht mehr zu, Gerechtigkeit auszuüben.

Prompt setzte die Hacker-Vereinigung ihre Worte in die Tat um und legte die Website des Minneapolis Police Departments lahm.

Titelfoto: 123RF/tiero

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