Porno-Webseite gehackt: Sind Eure Nutzerdaten betroffen?

Netz - Eine bekannte Porno-Seite wurde ausgeraubt! Nun wollen die Hacker die Daten der Sexfilm-Gucker verkaufen.

Nutzer von MyFreeCams schweben derzeit in der Gefahr, dass ihre privaten Daten veröffentlicht werden könnten.
Nutzer von MyFreeCams schweben derzeit in der Gefahr, dass ihre privaten Daten veröffentlicht werden könnten.  © Screenshot von myfreecams.com

Falls ihr im Internet gerne mal Erotikfilme schaut, denn müsst ihr aktuell ganz besonders vorsichtig sein - das gilt vor allem für Nutzer der Seite "MyFreeCams.com". Denn der Porno-Streaming-Anbieter wurde vor Kurzem gehackt!

Wie "Techradar" berichtet, haben sich Unbekannte im Dezember Zugriff auf die Server verschafft und die Nutzerdaten von zwei Millionen Premium-Mitgliedern von MyFreeCams.com gestohlen.

Zu den betroffenen Daten gehören unter anderem User-Namen, E-Mail-Adressen und Passwörter. All das versuchen die Hacker nun wiederum teuer zu verkaufen.

Laut Techradar werden die zwei Millionen Datensätze in 10.000er-Paketen auf einem Hacker-Forum angeboten. So ein Block an Nutzerinformationen muss in Bitcoin bezahlt werden und kostet umgerechnet 1500 US-Dollar pro Stück.

Da sich inzwischen Bitcoins im Wert von mehr als 21.000 US-Dollar auf dem Konto des Verkäufers befinden, ist davon auszugehen, dass mindestens 14 Pakete mit insgesamt 140.000 Nutzerdaten bereits verkauft wurden.

Betroffene Porno-Gucker sollten schnell ihre Passwörter ändern

Mit gestohlenen Daten lassen sich diverse Verbrechen begehen. (Symbolbild)
Mit gestohlenen Daten lassen sich diverse Verbrechen begehen. (Symbolbild)  © Sina Schuldt/dpa und Silas Stein/dpa

MyFreeCams.com selbst soll mittlerweile alle möglicherweise betroffenen Kunden benachrichtigt haben. Sie wurden aufgefordert, schnellstmöglich ihre Passwörter zu ändern.

Dies scheint auch die einzig effektive Möglichkeit zu sein, um sich nun zu schützen. Falls Ihr also fürchtet, selbst zu den Betroffenen des Datendiebstahls gehören zu können, dann ändert am besten schnell Eure Kennwörter!

Natürlich stellt sich die Frage: Was kann man mit solch geklauten Nutzerdaten überhaupt Bösartiges anstellen?

Da gibt es viele Möglichkeiten: Man kann die E-Mail-Adressen mit Spam-Mails überfluten oder die Besucher solcher Porno-Seiten erpressen, weil sie natürlich nicht wollen, dass ihre Familien oder Kollegen von ihrem Sexfilm-Konsum erfahren.

Wer im Netz häufig dieselben Passwörter nutzt, kann Hackern so auch Zugang zu seinen anderen Online-Accounts gewähren. Im Internet - und ganz besonders auf Porno-Seiten - ist also stets Vorsicht geboten!

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa und Silas Stein/dpa

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