Unternehmen verlangt von Angestellten, TikTok vom Handy zu löschen

San Francisco - Das amerikanische Unternehmen Wells Fargo bittet seine Mitarbeiter, die App TikTok von deren Diensthandys zu löschen. 

Die internationale Videoplattform TikTok kündigte am 7. Juli an, den Betrieb in Hongkong einzustellen. Sie schließt sich damit anderen Social-Media-Unternehmen an, aus Angst vor dem neuen Sicherheitsgesetz.
Die internationale Videoplattform TikTok kündigte am 7. Juli an, den Betrieb in Hongkong einzustellen. Sie schließt sich damit anderen Social-Media-Unternehmen an, aus Angst vor dem neuen Sicherheitsgesetz.  © Rishi Deka/ZUMA Wire/dpa

Zuvor gab es wachsende Bedenken über die Sicherheit und den Datenschutz der Video-App. Der amerikanische Außenminister Mike Pompeo sagte, dass die Vereinigten Staaten erwägen, TikTok sowie weitere chinesische Anwendungen zu verbieten (TAG24 berichtete).

Gegenüber der NBC-News erklärte das Unternehmen Wells Fargo: "Wir haben eine kleine Anzahl von Mitarbeitern mit firmeneigenen Geräten identifiziert, die die TikTok- Anwendung auf ihrem Gerät installiert hatten."

"Aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Datenschutz- und Sicherheitskontrollen von TikTok und weil Geräte im Unternehmensbesitz nur für Firmengeschäfte verwendet werden sollten, haben wir diese Mitarbeiter angewiesen, die App von ihren Geräten zu entfernen."

Die Forderung des viertgrößten Finanzdienstleisters aus Amerika kommt nicht gänzlich überraschend. Bereits am Freitag versendete der gigantische Onlinehändler Amazon eine Mail an seine Mitarbeiter, ebenfalls die App von ihren Handys zu löschen.

Wenige Stunden später jedoch ruderte der Konzern zurück. Die Mail sei "irrtümlich versendet" wurden. Momentan gebe es noch keine Änderungen bezüglich des Verhaltens zu TikTok, erklärte ein Sprecher.

TikTok bestreitet die Vorwürfe

TikTok hat sich zu einer der beliebtesten Apps der Welt entwickelt, einer Plattform, auf der Menschen, meist unter 30 Jahren, kreative 15-Sekunden-Videos mit Musik untermalt austauschen. Doch Gesetzgeber in den USA und Europa hatten Bedenken geäußert, dass die App die Daten der Menschen zurück nach Peking schicken könnte. 

Es gab auch Bedenken, dass TikTok Inhalte zensiert, die ein kritisches Licht auf China werfen würden. TikTok hatte dies wiederholt bestritten und erklärt, dass es weder von China noch von einer ausländischen Regierung beeinflusst wird. Angeblich werden weder Daten weitergegeben, noch wurde man darum gebeten.

Titelfoto: Rishi Deka/ZUMA Wire/dpa

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