Wegen Corona zieht Netflix jetzt die Konsequenzen

Netz - Das Coronavirus bringt das öffentliche Leben weiter zum Erliegen. Fernsehen und Streamingdienste haben jetzt Hochkonjunktur. Doch diese Entwicklung bleibt für Streaming-Gigant Netflix nicht folgenlos.

Netflix muss nun handeln (Symbolbild).
Netflix muss nun handeln (Symbolbild).  © Nicolas Armer/dpa

Serienjunkies und Bingewatcher müssen jetzt ganz stark sein:

Netflix hat beschlossen, vorsorglich das Tempo zu drosseln. Was für Serienfans erstmal für Unverständnis sorgen dürfte, hat aber einen bestimmten Grund.

Für vorerst  30 Tage reduziert der Streamingdienst ab sofort seine Bitrate für Europa und kommt damit den Forderungen der Politik entgegen, die Netze angesichts der enorm hohen Nutzung zu entlasten. In der Schweiz kam es bereits zu einer Überlastung der Netze (TAG24 berichtete).

Erst am Mittwoch hatte EU-Kommissar Thierry Breton (Foto) auf Twitter Internetnutzer dazu aufgerufen, auf HD-Streams zu verzichten. 

Besonders Arbeitnehmer im Home Office sind jetzt auf eine schnelle Internetleistung angewiesen.

Netflix zieht Konsequenzen

Wie DWDL berichtet, wurde in einem persönlichen Gespräch zwischen Breton und Netflix-CEO Reed Hastings ausgehandelt, die für zunächst einen Monat geltende Regelung umzusetzen.

"Nach den Gesprächen zwischen EU-Kommissar Thierry Breton und Reed Hastings - und angesichts der außergewöhnlichen Herausforderungen, die das Coronavirus mit sich bringt - hat Netflix beschlossen, die Bitraten für alle unsere Streams in Europa 30 Tage lang zu senken", erklärt Netflix in einer persönlichen Stellungnahme.

 "Wir schätzen, dass dies den Netflix-Verkehr in Europa um rund 25 Prozent reduzieren wird und gewährleisten gleichzeitig einen qualitativ hochwertigen Service für unsere Mitglieder."

Trotz der Senkung der Bitraten sollen jedoch alle verfügbaren Streaming-Qualitäten auch weiterhin erhalten bleiben, also neben SD- und HD-Bildqualität auch die Streams in 4K-Qualität.

Es würde allerdings mit der geringstmögliche Bitrate gearbeitet. Unklar ist, ob auch Konkurrent Prime Video seine Bitrate drosseln wird.

Wie Netflix nach der 30-Tages-Frist entscheidet, bleibt erstmal unklar. Welche Streaming-Tipps wir für Euch heraus gesucht haben, könnt ihr hier nachlesen.

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