Coronavirus-Kettenbriefe mit falschen Arzttipps machen die Runde

Deutschland - Jedes Jahr aufs Neue werden über die sozialen Netzwerke verschiedenste Kettenbriefe verbreitet, die meist nur eine Sache zum Ziel haben: Angst erzeugen!

Über Whatsapp werden aktuell wieder Kettenbriefe verbreitet (Symbolbild).
Über Whatsapp werden aktuell wieder Kettenbriefe verbreitet (Symbolbild).  © Fabian Sommer/dpa/dpa

Auch in der aktuellen Corona-Krise sind gleich mehrere Texte in Umlauf geraten, die vorzüglich über WhatsApp verbreitet werden.

Der Inhalt ist dabei immer gleich: Vermeintliche Expertenmeinungen erklären, wie das Coronavirus zu erkennen, zu behandeln und sogar zu verhindern sei. 

Im Detail werden sogar dubiose Arzttipps angeboten, die für leichtgläubige durchaus gefährlich werden könnten, berichtet auch "verbraucherschutz.com". 

In der Regel werden die Kettenbriefe mit einer vertrauenswürdigen, fast schon familiären Geschichte eingeleitet, um den Inhalt dadurch glaubhafter zu gestalten. 

Einer der Kettenbriefe beginnt beispielsweise mit folgenden Worten: "Onkel und Nichte meines Klassenkameraden haben einen Masterabschluss und arbeiten im Shenzhen Hospital. Er wird nach Wuhan gebracht, um das Lungenentzündungsvirus zu untersuchen. Er rief mich an und bat mich, meinen Freunden zu sagen: Wenn Sie eine laufende Nase und einen Auswurf in Ihrer Erkältung haben, können Sie keine neue Art von Coronavirus-Pneumonie haben, da Coronavirus-Pneumonie ein trockener Husten ohne laufende Nase ist. Es ist der einfachste Weg, diese Krankheit zu beschreiben. Bitte sagen Sie Ihren Freunden, dass sie, wenn Sie mehr medizinische Informationen haben, ein stärkeres Bewusstsein für Identifikation und Prävention haben."

Was in dem kurzen Text bereits auffällt, sind die Rechtschreib- und Übersetzungsfehler. Laut Verbraucherschutz das beste Beispiel, um zu erkennen, dass es sich um einen Fake handelt.

Kuriose Übersetzungsfehler sollten Misstrauen schüren

Der Inhalt der Kettenbriefe könnte gerade Kinder verunsichern (Symbolbild).
Der Inhalt der Kettenbriefe könnte gerade Kinder verunsichern (Symbolbild).  © Armin Weigel/dpa

"Die sogenannten Arzttipps des Kettenbriefes können Sie leider auch nicht ernst nehmen. Das fängt schon damit an, dass diese so schlecht übersetzt sind, dass Sie deren Inhalt gar nicht verstehen können", heißt es weiter von Seiten des Verbraucherschutzes. 

Ein Beispiel dazu aus einem der aktuellen Kettenbriefe, die bei Whatsapp im Umlauf sind: "Wenn eine infizierte Person jedoch vor Ihnen niest, dauert es 3 Meter (ungefähr 10 Fuß), bis sie auf den Boden fällt und in die Luft fliegt."

Sollte man solche Sätze in einer vermeintlich glaubhaften Nachricht lesen, kann man getrost davon ausgehen, dass die Ratschläge sicherlich nicht von einem Experten-Team stammen. 

Dennoch weist der Verbraucherschutz noch einmal darauf hin, dass solche Texte nicht weitergeleitet werden sollen, da es bei "Kindern und labilen Menschen" zu Verunsicherungen kommen könnte.

Echte und geprüfte Informationen finden sich auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Die vermeintlichen Arzttipps aus den Texten stammen ganz sicher nicht von einem Expertenteam (Symbolbild).
Die vermeintlichen Arzttipps aus den Texten stammen ganz sicher nicht von einem Expertenteam (Symbolbild).  © 123RF / Jozef Polc

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