Youtube-Kanal verrät: Das ist die Wahrheit über Fleisch

Deutschland - Es ist eine andauernde Debatte: Fleisch ist ungesund, Fleisch ist gesund. Was stimmt denn nun? Ein YouTube-Kanal nimmt sich der Problematik an und klärt endgültig auf.

Eine Fleischtheke in einem Supermarkt.
Eine Fleischtheke in einem Supermarkt.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Vegetarier, Veganer, Paleo, Low Carb, die Liste der heutigen Ernährungsformen lässt sich beliebig ergänzen. Fleisch gehört dabei für die meisten Deutschen dazu. 

Lediglich 6,2 Millionen Deutsche (Statista, 2019) verzichten auf den Fleisch- und Fischkonsum. Grillen ohne das leckere Steak? Niemals!

Dabei ist in den letzten Jahren die Diskussion um die gesundheitlichen Bedenken beim Tierkonsum gewachsen.

Allerdings kann alles ungesund sein, wenn man es zu sehr übertreibt, so auch der Fruchtzucker beim Obst.

Doch was heißt das nun? Ist Fleisch ungesund? Immerhin isst der Mensch seit über zwei Millionen Jahren Fleisch!

Die simple Antwort ist: Jein.

Der YouTube-Kanal "Dinge Erklärt - Kurzgesagt"  klärt auf. Fleisch gilt als Grundnahrungsmittel. Und wurde doch vermehrt mit verfrühten Tod im Zusammenhang gebracht.

Klar ist, dass der Mensch Energie zum Überleben benötigt. Diese zieht er aus Fetten, Kohlenhydraten und Proteinen. Aber auch Vitamine und Mineralien dürfen nicht vernachlässigt werden.

Fleisch ist ungefährlich - wenn man folgendes beachtet...

Wöchentlich werden in Deutschland über ein Kilo Fleisch pro Person verzehrt.
Wöchentlich werden in Deutschland über ein Kilo Fleisch pro Person verzehrt.  © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Fleisch versorgt den Menschen mit fast allen wichtigen Nährstoffen, wie zum Beispiel Eisen. Doch ein großer Minuspunkt ist: Vitamin C sucht man beim Fleisch vergebens.

Es gibt jedoch Völker, die sich nur von Fleisch ernähren. Zum Beispiel die Inuit. Diese können in extremen Kältebedingungen überleben. Sie essen sogar die Organe der Tiere, diese versorgen sie dann mit Vitamin C.

Fleisch ist also ungefährlich für den Menschen. Doch woher stammt dann diese andauernde Debatte?

Es liegt an der Zubereitung und Herkunft des Fleisches.

Verarbeitetes Fleisch ist das Problem. Denn dieses enthält Chemikalien, die für den Menschen schädlich sind. Dazu zählt leider fast alles, was Fleisch für uns so appetitlich macht. Das gesündeste Fleisch ist wohl Hühnchen. 

Rotes Fleisch (Rind, Schwein) ist problematisch. Denn dieses fördert Diabetes, Schlaganfälle und Darmkrebs. 

Und wie hat Dein Fleisch gelebt?

In einem Schweinemast stehen meist 3000 Tiere dicht an dicht.
In einem Schweinemast stehen meist 3000 Tiere dicht an dicht.  © Carsten Rehder/dpa

Zudem macht es einen großen Unterschied, wie das von uns verzehrte Fleisch zuvor gelebt hat. 

Nutztiere erhalten einen Großteil von Antibiotika, das kann bei dem Menschen zu Antibiotika-Resistenzen führen.

Den Schuldigen für schlechte Gesundheit nur im Fleisch zu suchen, ist jedoch falsch. Es gibt keine eindeutigen Beweise, dass Fleisch zu schädlich ist. 

Es gilt dieselbe Regel wie fast überall: Zuviel kann ungesund sein.

Selbst Ernährungsexperten legen nahe, den Fleischkonsum zu reduzieren. Es kann also nur guttun, weniger Fleisch zu essen. Zudem ist von einer allgemeinen Reduzierung von verarbeitetem Fleisch abzuraten.

In Maßen ist Fleisch also nicht ungesund. Jedoch weist der YouTube-Kanal "Dinge Erklärt - Kurzgesagt" darauf hin: "Unsere Entscheidungen machen einen Unterschied - für uns und für andere."

Die Dosis macht das Gift. Weniger Fleischkonsum ist nicht nur besser für den Körper, sondern auch für Tierleben und der Umwelt.

Titelfoto: Carsten Rehder/dpa

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