Nimmt Publikumsliebling Rossi endgültig Abschied aus Sachsen?

Hohenstein-Ernstthal - An diesem Wochenende wird es auf dem Sachsenring wieder laut. Die Motorrad-WM kehrt nach Hohenstein-Ernstthal zurück, nachdem der Grand Prix im Vorjahr coronabedingt ausfallen musste. Doch es werden ungewohnte Bilder sein, die aus Sachsen in die Welt gehen. Erstmals findet das Event hinter verschlossenen Toren statt.

Hat es geschafft, den Sachsenring bis 2026 im WM-Kalender zu halten: Ex-ADAC-Sportchef Hermann Tomczyk.
Hat es geschafft, den Sachsenring bis 2026 im WM-Kalender zu halten: Ex-ADAC-Sportchef Hermann Tomczyk.  © Andreas Kretschel

Mitte Mai musste der ADAC, der als Promoter des Motorrad-Grand-Prix auftritt, mitteilen, dass die WM-Läufe als Geisterrennen unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgefahren werden. Damals waren die Inzidenzzahlen im Landkreis Zwickau noch extrem hoch. An Zuschauer war nicht zu denken.

Ein Ausfall des Events wie im Vorjahr war keine Option, denn dann hätte der ADAC die Zukunft der Veranstaltung aufs Spiel gesetzt.

Der Sachsenring konnte sich dank der garantierten Austragung in diesem Jahr auf einen neuen Vertrag einigen. Bis 2026 bleibt die Motorrad-WM.

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"Gerade in diesen schwierigen Zeiten war es uns wichtig, rechtzeitig die Weichen dafür zu stellen und dem Sachsenring als Motorrad-Mekka eine langfristige Perspektive zu geben", sagte der ehemalige ADAC-Motorsport-Präsident Hermann Tomczyk.

Unterstützung erhält der ADAC von Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU). Für ihn ist der Kurs "Publikumsmagnet und wichtiger Wirtschaftsfaktor" zugleich. "Der Motorrad-Grand-Prix und der Sachsenring - das ist schon lange eine Erfolgsgeschichte. Es ist gut, dass zu der Geschichte jetzt viele weitere spannende Kapitel hinzukommen."

Vor zwei Jahren fuhr Marcel Schrötter in der Moto2 als Dritter aufs Podium. Am Wochenende ist er der einzig deutsche Fix-Starter.
Vor zwei Jahren fuhr Marcel Schrötter in der Moto2 als Dritter aufs Podium. Am Wochenende ist er der einzig deutsche Fix-Starter.  © DPA/Robert Michael

Valentino Rossi gewann zuletzt in der Saison 2009 auf dem Sachsenring

Leuchtet am Wochenende die 46 ein letztes Mal auf dem Sachsenring? Nach den bisherigen Ergebnissen in dieser Saison rechnen viele mit einem Rücktritt von Valentino Rossi. Es könnte also seine Abschiedsfahrt werden.
Leuchtet am Wochenende die 46 ein letztes Mal auf dem Sachsenring? Nach den bisherigen Ergebnissen in dieser Saison rechnen viele mit einem Rücktritt von Valentino Rossi. Es könnte also seine Abschiedsfahrt werden.  © imago images/Miguelez Sports

Offen ist, ob die deutschen Motorrad-Fans in den kommenden Jahren einheimische Fahrer anfeuern können. In Marcel Schrötter gibt es in diesem Jahr nur einen Fix-Starter.

"Ohne Zuschauer ist es natürlich nicht einmal halb so spaßig, aber ich freue mich dennoch sehr auf den Sachsenring", sagte Schrötter vor seinem Heimrennen.

Motorrad-Ikone Valentino Rossi wird am Wochenende voraussichtlich zum letzten Mal bei einem Sachsenring-GP antreten. Aufgrund der bisher ausgebliebenen sportlichen Erfolge in diesem Jahr ist zu erwarten, dass der 42-Jährige seine Karriere nach der Saison beenden wird.

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"Ich hatte einige tolle Duelle auf dem Sachsenring", betonte der Italiener.

In der Saison 2009 konnte Rossi zum letzten Mal auf der Strecke gewinnen.

Titelfoto: imago images/Miguelez Sports

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