Schockierender Bericht deckt auf: So spionieren Smart-TVs uns aus!

Deutschland - In fast jedem Haushalt steht heutzutage mindestens ein Smart-TV. Die praktischen Geräte bieten allerdings nicht nur gute Unterhaltung, sondern spähen im Hintergrund eine Menge Informationen über ihre Nutzer aus.

Wer abends gemütlich auf der Couch chillt, will sich keine Gedanken um seine Daten machen.
Wer abends gemütlich auf der Couch chillt, will sich keine Gedanken um seine Daten machen.  © 123rf/ Andriy Popov

Wer nach einem stressigen Tag abends gemütlich vor dem Fernseher chillt, will sich keine Gedanken um seine Daten machen müssen.

Dabei werden von den Smart-TVs von Klickverhalten bis hin zu biometrischen Merkmalen wie der Stimme viele Details dokumentiert, ohne dass Nutzer davon Ahnung haben.

Das Bundeskartellamt hat dies in einer umfangreichen Studie untersucht und kritisiert die Hersteller für ihren mangelnden Datenschutz.

Drei Jahre lang wurden dazu Fernseher von rund 20 verschiedenen Herstellern untersucht.

Viele Geräte verstoßen gegen die Datenschutzgrundverordnung, weil ihre Bestimmungen für Verbraucher zu undurchsichtig sind. 

Sie bergen Sicherheitsrisiken, weil keine Software-Updates mehr folgen und bombardieren ihre Nutzer mit Werbeanzeigen.

Verbraucher erhalten von Smart-TV-Herstellern zu wenig Informationen

Vielen Nutzern ist nicht bewusst, wie viele Daten sie ungewollt an Firmen weitergeben.
Vielen Nutzern ist nicht bewusst, wie viele Daten sie ungewollt an Firmen weitergeben.  © 123rf/ Kheng Ho Toh

 "Je mehr smarte Geräte die Verbraucher einsetzen, desto umfassender ist ihr digitaler Fingerabdruck", heißt es in dem Bericht.

Die Verknüpfung der Daten erlaubt es den Firmen, immer detailliertere Profile von ihren Kunden zu erstellen. Was danach mit den Informationen passiert, wird häufig verschleiert und bleibt intransparent.

Oft lässt sich zusätzliche Software nicht von den Geräten entfernen. Das gilt zum Beispiel für wie vorinstallierte Apps, die damit ein weiteres Sicherheitsrisiko darstellen.

Nach dem vernichtenden Urteil gibt das Bundeskartellamt mehrere Empfehlungen heraus, wie Verbraucher in Zukunft besser geschützt werden können.

Vor allem soll das Bewusstsein von Kunden über die verschiedenen Datenverarbeitungsmöglichkeiten geschärft werden.

Außerdem werden gesetzliche Regelungen für Haftungsfragen und ein Anspruch auf Software-Updates gefordert.

Ob das Bundeskartellamt mit seinem detaillierten Bericht tatsächlich für eine gesetzliche Neuerung im Bezug auf Smart-TVs sorgen kann, bleibt allerdings abzuwarten.

Titelfoto: 123rf/ Andriy Popov

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