Stiftung Warentest urteilt: Navigationsgeräte besser als Google Maps!

Berlin - Noch vor ein paar Jahren war das Navigationsgerät aus dem Auto kaum wegzudenken. Mit dem rasanten Aufstieg der Smartphones ersetzten dann immer mehr Apps wie Google Maps die Hardware-Geräte. Doch was können die Apps im Vergleich zu den Navis wirklich?

Entspannt am Ziel ankommen: mit Navigationsgeräten sollte das (hoffentlich) kein Problem sein. (Symbolbild)
Entspannt am Ziel ankommen: mit Navigationsgeräten sollte das (hoffentlich) kein Problem sein. (Symbolbild)  © 123RF/vlado85

Um das herauszufinden, untersuchte Stiftung Warentest 15 Navigations-Anwendungen von den Betriebssystemen Android und iOS, sowie zwei Navigations­geräte.

Das überraschende Ergebnis: Die Navigationsgeräte schlagen das populäre Google Maps sowie Apples Kartendienst!

Sowohl das System "Garmin DriveSmart & Digital Traffic" (Kostenpunkt: 250 Euro) als auch das "TomTom Go Discover" (circa 300 Euro) erhalten mit einer Gesamtbewertung von 1,8 das beste Urteil.

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Stiftung Warentest lobt die Größe der Displays, Vorteile für Vielfahrer wie lange Akkulaufzeit oder eine einfache Handhabung.

Zudem überzeugen beide Systeme mit einem großen Kartenmaterial und können online sowie offline navigieren. Auch vor Blitzern oder Tempoüberschreitungen wird gewarnt.

Direkt dahinter befindet sich mit einer Bewertung von 1,9 bereits die erste App. Doch diese kommt nicht von den gigantischen Anbietern wie Google oder Apple, sondern stammt vom Hersteller TomTom.

"Go Navigation" ist für 13 Euro im Jahr zu erhalten und schlägt alle anderen Navigations-Apps.

Gratis Apps für Android und iOS überzeugen ebenfalls

Navigation ohne Google Maps scheint heutzutage undenkbar. Die Anwendung erhält aber "nur" die Bewertung "Gut" von Stiftung Warentest.
Navigation ohne Google Maps scheint heutzutage undenkbar. Die Anwendung erhält aber "nur" die Bewertung "Gut" von Stiftung Warentest.  © 123Rf/nikom1234

Doch keine Sorge, das bedeutet nicht, dass Google Maps nicht zu empfehlen wäre. Ganz im Gegenteil: Mit einer soliden 2,0 überzeugt die Anwendung vor allem dadurch, dass sie kostenlos ist und die Navigation auch außerhalb des Autos möglich macht.

Auch Apples eigener Kartendienst ist eine gute Alternative und schneidet lediglich um 0,1 Punkte schlechter bei der Navigation ab.

Vorteile der Apps: Bei der Navigation warnen sie, sofern sie mit dem Internet verbunden sind, deutlich schneller als Hardware-Geräte vor Staus oder Verkehrsmeldungen. Auf vielen Hard­ware-Navis lässt sich diese praktische Funktion nur durch gekoppelte Handys mit Internet einschalten. Das ist umständlicher und dauert auch länger.

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Schlussfolgerung: Die kostenfreien Navigations-Apps sind heutzutage eine gute Alternative geworden. Der Griff zum Hardware-Gerät ist aber sicherlich nicht verkehrt.

Wer Geld sparen möchte, kann sich getrost auf die Anwendungen seines Mobiltelefons verlassen.

Titelfoto: 123RF/vlado85

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