Technik zum Schutz vor Auffahrunfällen wird entwickelt

Stuttgart - Das Verkehrsministerium treibt ein Projekt voran, bei dem mit Hilfe von digitaler Technik künftig vor Unfällen gewarnt werden soll.

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (68, Grüne) spricht während eines Pressetermins.
Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (68, Grüne) spricht während eines Pressetermins.  © Tom Weller/dpa

Ziel sei die Vorhersage der Stau-Enden, teilte Verkehrsminister Winfried Hermann (68, Grüne) am Freitag in Stuttgart mit. Die Daten sollen mit Hilfe von Sensoren erhoben, ausgewertet und könnten künftig auf gängigen Apps oder Routenplanern angezeigt werden.

Einsatzgebiet seien staugefährdete Baustellen oder Engpässe im Straßennetz. Hermann sagte: "Das Projekt Stau-Ende-Alarm zeigt, wie digitale Technik zu mehr Verkehrssicherheit beitragen kann."

Der Wissenschaftler Michael Hahn von der Hochschule für Technik in Stuttgart erklärte: "Dass am Stau-Ende eine tödliche Gefahr lauert, erfahren wir nahezu täglich aus den Nachrichten."

Unfälle an Stau-Enden sind laut Mitteilung für 80 Prozent der Verkehrstoten bei Lastwagen-Unfällen auf Autobahnen verantwortlich.

Bei dem Modellprojekt wurde den Angaben zufolge eine Technik zur Erkennung und Verfolgung von Stau-Enden entwickelt. Sie beziehe Daten unter anderem von Radardetektoren und Induktionsschleifen.

Autos und Lastwagen stehen auf der A8 im Stau. Besonders an Stau-Enden kommt es häufig zu Auffahrunfällen. (Symbolbild)
Autos und Lastwagen stehen auf der A8 im Stau. Besonders an Stau-Enden kommt es häufig zu Auffahrunfällen. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Damit sei es möglich, Stau-Enden mit einer Genauigkeit von 250 Metern und einem zeitlichen Vorlauf von 60 Sekunden festzustellen.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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