WM-Titel verteidigt: Bonner Universität mit Fußball-Robotern das Maß aller Dinge

Bonn - Deutschland ist Fußball-Weltmeister - jedenfalls wenn Roboter spielen. Das Team NimbRo der Universität Bonn habe bei der Roboter-Weltmeisterschaft in der thailändischen Hauptstadt Bangkok die Wettbewerbe der Humanoid-AdultSize-Klasse gewonnen und damit erfolgreich den Titel verteidigt.

Die Roboter in Aktion: Mit 7:1 setze sich das Bonner Team gegen ihren Gegner aus Südkorea durch.
Die Roboter in Aktion: Mit 7:1 setze sich das Bonner Team gegen ihren Gegner aus Südkorea durch.  © Universität Bonn/Autonome Intelligente Systeme/dpa

Die menschähnlichen Fußballroboter wurden in der Arbeitsgruppe "Autonome Intelligente Systeme" des Instituts für Informatik entwickelt. Sie traten mit verbessertem Sichtsystem und weiterentwickelter Software an.

Zwei Jahre hatte wegen Corona keine RoboCup-Weltmeisterschaft stattfinden können, doch jetzt war es wieder so weit. Das Bonner Team ging mit vier Robotern auf den Platz.

Drei von ihnen waren mit einem neuen, höher aufgelösten Kamerasystem ausgestattet, sodass sie den Ball, Spielfeldlinien und Torpfosten auf größere Entfernungen sehen konnten.

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Im Finale trafen die Bonner Roboter auf ein Team aus Südkorea. Sie gewannen es mit 7:1.

Bis zur Jahrhundertmitte wollen die Forscher Roboter entwickeln, die sich sogar gegen den dann amtierenden menschlichen Weltmeister behaupten können.

"Roboter, die sich schnell und robust auf zwei Beinen fortbewegen können, wären auch für zahlreiche Anwendungen nützlich, zum Beispiel in unseren Alltagsumgebungen", sagte der Bonner Professor Sven Behnke.

Titelfoto: Universität Bonn/Autonome Intelligente Systeme/dpa

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