EU beginnt mit Auslieferung von Affenpocken-Impfstoff

Brüssel (Belgien) - Die Europäische Union hat mit der Auslieferung der ersten Impfstoff-Dosen gegen Affenpocken begonnen.

Der rechte Arm und der Oberkörper eines Patienten, dessen Haut eine Reihe von Läsionen aufwies, die auf einen aktiven Fall von Affenpocken zurückzuführen sind.
Der rechte Arm und der Oberkörper eines Patienten, dessen Haut eine Reihe von Läsionen aufwies, die auf einen aktiven Fall von Affenpocken zurückzuführen sind.  © Uncredited/CDC/dpa

"Ab heute treffen die ersten Impfstofflieferungen als Reaktion auf den Ausbruch der Affenpocken in den am stärksten betroffenen Ländern ein", erklärte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Dienstag.

Zunächst sollen 5300 Dosen in Spanien ankommen, danach werden nach Angaben der EU-Kommission Portugal, Deutschland und Belgien beliefert. Im Juli und August sollen weitere Mitgliedsländer Impfdosen erhalten.

Die EU hatte Mitte des Monats rund 110.000 Impfdosen der dritten Generation beim Unternehmen Bavarian Nordic eingekauft. Der Impfstoff soll den 27 EU-Staaten sowie Norwegen und Island zur Verfügung stehen. Die Verteilung der Dosen erfolgt nach Bevölkerungsgröße und der Anzahl der Affenpockenfälle.

Ukraine-Krieg im Liveticker: Selenskyj wendet sich an russische Bevölkerung - das sagt er ihnen jetzt!
Ukraine Ukraine-Krieg im Liveticker: Selenskyj wendet sich an russische Bevölkerung - das sagt er ihnen jetzt!

In vergangenen Jahren sind Affenpocken immer wieder in einigen afrikanischen Ländern aufgetreten. Seit Mai häufen sich Infektionen in anderen, vor allem europäischen Ländern, die nicht mit Afrika-Reisen in Zusammenhang stehen.

Nach Angaben der Kommission wurden seit dem Zeitpunkt rund 2700 Affenpockenfälle in 23 EU-Staaten gemeldet.

Hautläsionen bei Patienten, bei denen Affenpocken nachgewiesen wurden.
Hautläsionen bei Patienten, bei denen Affenpocken nachgewiesen wurden.  © UKHSA/dpa

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt in Deutschland eine Impfung gegen Affenpocken für bestimmte Risikogruppen und Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten.

Titelfoto: Uncredited/CDC/dpa

Mehr zum Thema Affenpocken: