Afghanin Ghafari: Taliban müssen bei Frauenrechten unter Druck gesetzt werden

Köln - Die aus Afghanistan geflüchtete Frauenrechtlerin Zarifa Ghafari (29) hat die internationale Gemeinschaft aufgefordert, sich weiter für die Frauen in ihrem Heimatland einzusetzen.

Der früheren Bürgermeisterin der afghanischen Stadt Maidan Shahr, Zarifa Ghafari (29), gelang die erfolgreiche Flucht aus Afghanistan.
Der früheren Bürgermeisterin der afghanischen Stadt Maidan Shahr, Zarifa Ghafari (29), gelang die erfolgreiche Flucht aus Afghanistan.  © Federico Gambarini/dpa

"Die Taliban müssen unter Druck gesetzt werden, um die Menschenrechte und Frauenrechte zu wahren", sagte Ghafari dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwoch). Sie glaube nicht daran, dass sich die Taliban geändert hätten.

"Aber sie kennen die Macht der neuen Generation an Frauen nicht. Ich fordere die Taliban und ihre Anführer auf, an den Verhandlungstisch zurückzukommen", so Ghafari, die 2018 Bürgermeisterin der afghanischen Stadt Maidan Shahr wurde.

Die Frauenrechtlerin war am Montag zusammen mit Familienmitgliedern in Deutschland eingetroffen.

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Sie hatte laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" erst vergangene Woche unter dramatischen Umständen den Flughafen Kabul erreicht.

Von dort war sie über Islamabad nach Istanbul ausgeflogen worden.

Am Montagabend landete sie dann auf dem Flughafen Köln/Bonn.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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