Soldatin kommt bei Anschlag ums Leben: Zuvor schützte sie Baby am Flughafen

Kabul (Afghanistan) - Vor wenigen Tagen teilte Nicole Gee (†23) noch, wie sehr sie ihren Job liebe. Nun ist die junge Marineinfanteristin tot.

Marineinfanteristin Nicole Gee (†23) steht am Flughafen Kabul und hält schützend ein afghanisches Baby im Arm.
Marineinfanteristin Nicole Gee (†23) steht am Flughafen Kabul und hält schützend ein afghanisches Baby im Arm.  © Sgt. Isaiah Campbell/U.S. Marine Corps via AP/dpa

Es ist ein wirklich rührendes Bild: Auf dem Flughafen Kabul hält eine junge Frau schützend ein afghanisches Baby im Arm.

Geteilt wurde es vom US-Verteidigungsministerium.

Kurz darauf erschien das Foto auch auf der Plattform Instagram, veröffentlicht von der 23-jährigen Unteroffizierin selbst. Dazu schrieb sie die Worte: "Ich liebe meinen Beruf".

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Wenige Tage später verstirbt die aus dem US-Bundesstaat Kalifornien stammende Frau: Sie war am Flughafen Kabul im Dienst, als sich vor dem Tor des Geländes am Donnerstag ein Selbstmordattentäter in die Luft sprengte (TAG24 berichtete).

Dabei wurden Dutzende Zivilisten und 13 US-Soldaten getötet, die an dem Evakuierungseinsatz in Kabul teilnahmen. Gee war eine von ihnen.

Das US-Verteidigungsministerium veröffentlichte die vollen Namen der getöteten Soldaten am Samstag.

Gee war demnach einer Einheit der Marineinfanteristen ("Marines") aus dem Bundesstaat North Carolina zugeordnet.

U.S. Marine Corps Sgt. Nicole L. Gee (†23) bei der Unterstützung von Evakuierungsmaßnahmen in Kabul. Sgt. Gee starb bei einem Angriff in der Nähe des internationalen Flughafens Hamid Karzai in Kabul.
U.S. Marine Corps Sgt. Nicole L. Gee (†23) bei der Unterstützung von Evakuierungsmaßnahmen in Kabul. Sgt. Gee starb bei einem Angriff in der Nähe des internationalen Flughafens Hamid Karzai in Kabul.  © Uncredited/U.S. Marine Corps/II Marine Expeditionary Force via AP/dpa

Auf Instagram schwärmte die Unteroffizierin noch von ihrem Beruf

Das US-Verteidigungsministerium teilte Bilder der Soldaten mit Babys im Arm

Die Särge mit den getöteten Soldatinnen und Soldaten sollten noch am Wochenende auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover im US-Bundesstaat Delaware ankommen, wie das Pentagon mitteilte.

Titelfoto: Sgt. Isaiah Campbell/U.S. Marine Corps via AP/dpa

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