13-Jährige gewaltsam getötet: Konservative fordern konsequente Abschiebung

Von Albert Otti

Wien - Nach der Tötung einer 13-Jährigen in Wien wollen Österreichs regierende Konservative Abschiebungen ins Ausland beschleunigen.

Kerzen und Blumen liegen am Fundort der Leiche des erst 13 Jahre alten Mädchens.
Kerzen und Blumen liegen am Fundort der Leiche des erst 13 Jahre alten Mädchens.  © Herbert Neubauer/APA/dpa

Die beiden 16 und 18 Jahre alten Verdächtigen aus Afghanistan wurden am Mittwoch aus der Polizeihaft in eine Justizanstalt überstellt.

"Menschen, die von uns Schutz wollen und unsere Werte mit Füßen treten und das auch noch in Taten zum Ausdruck bringen, haben bei uns nichts verloren", sagte Kanzleramtsministerin Karoline Edtstadler (40, ÖVP).

Nach dem "barbarischen Mord" werde man über Änderungen bei Abschiebungen nachdenken.

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Der 18-Jährige war wegen Drogendelikten und Diebstahls vorbestraft. Deshalb wurde ihm sein Status als subsidiär Schutzberechtigter aberkannt. Der 16-Jährige war Asylbewerber.

Die Polizei ermittele zu weiteren möglichen Tatverdächtigen, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Zu Berichten über einen flüchtigen jungen Mann sagte er aus ermittlungstaktischen Gründen nichts.

Die Wohnhausanlage, in der die zwei Verdächtigen das 13-jährige Mädchen getötet haben sollen.
Die Wohnhausanlage, in der die zwei Verdächtigen das 13-jährige Mädchen getötet haben sollen.  © Herbert Neubauer/APA/dpa

Kanzleramtsministerin fordert Änderungen bei Abschiebungen

Karoline Edtstadler (40, ÖVP) fordert, über Änderungen bei Abschiebungen nachzudenken.
Karoline Edtstadler (40, ÖVP) fordert, über Änderungen bei Abschiebungen nachzudenken.  © Roland Schlager/APA/dpa

Edtstadler verwies darauf, dass der 18-Jährige trotz dreier Verurteilungen gegen seine Abschiebung Berufung einlegen konnte.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (34, ÖVP) sprach sich gegen ein Überdenken von Abschiebungen in das Krisenland Afghanistan aus, das die mitregierenden Grünen gefordert hatten. "Einen Abschiebestopp nach Afghanistan wird es mit mir nicht geben", sagte er.

Nach Ermittlungen der Polizei ging das Mädchen freiwillig in die Wohnung des 18-Jährigen mit. Dort sei sie unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht worden. Gerichtsmediziner stellten den Tod durch Ersticken und viele Blutergüsse fest.

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Die Leiche des Mädchens wurde am Samstag auf einem Grünstreifen in einer Wohngegend entdeckt.

Titelfoto: Herbert Neubauer/APA/dpa

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