16-Jähriger ruft "Allahu akbar", verletzt Polizisten mit Messer und wird erschossen

Kasan - Nach einer Messerattacke auf einen Polizisten haben Sicherheitskräfte in der islamisch geprägten russischen Teilrepublik Tatarstan einen 16-jährigen mutmaßlichen Terroristen erschossen.

Russische Polizisten mussten einen vermeintlichen Attentäter mit Waffengewalt ausschalten. (Symbolbild)
Russische Polizisten mussten einen vermeintlichen Attentäter mit Waffengewalt ausschalten. (Symbolbild)  © Kirill Zykov/Moscow News Agency/AP/dpa

Das teilten die Behörden am Freitag in der tatarischen Hauptstadt Kasan mit. Nach Angaben der Ermittler hatte der Jugendliche in dem Ort Kukmor versucht, eine Polizeiwache mit einem "Molotow-Cocktail" in Brand zu setzen.

Als die Polizei einschritt, habe der mit einem Messer bewaffnete junge Mann zugestochen. Ein Beamter habe schwere Verletzungen davongetragen. Ein weiterer Polizist feuerte demnach zwölf Schüsse ab, von denen sechs trafen.

Der Attentäter habe "Allahu akbar" ("Gott ist groß" auf Arabisch) gerufen, hieß es. Zudem soll er geschrien haben, dass alle anderen Ungläubige seien.

In Tatarstan hatte die geistliche muslimische Führung zuletzt die Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed in Frankreich kritisiert und dem französischen Staatschef Emmanuel Macron die Verletzung religiöser Gefühle von Muslimen vorgeworfen.

Die Agentur Interfax meldete unter Berufung auf Ermittler, dass auch untersucht werde, ob die Ereignisse in Frankreich einen Einfluss auf das Verhalten des Jugendlichen gehabt haben können.

Titelfoto: Kirill Zykov/Moscow News Agency/AP/dpa

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