18-Jährige sollen Schwarzen mit Auto angefahren haben: Opfer wohl erst in einem halben Jahr wieder gesund

Bristol - Die britische Polizei hat zwei Männer festgenommen, die aus rassistischen Motiven einen Schwarzen angefahren haben sollen.

Der 21-Jährige erlitt durch den Angriff schwere Verletzungen.
Der 21-Jährige erlitt durch den Angriff schwere Verletzungen.  © Screenshot/GoFundMe

Der 21-Jährige aus Bristol hatte dabei schwere Verletzungen erlitten, darunter Knochenbrüche und massive Wunden im Gesicht unter anderem durch Glassplitter. 

Aus dem Auto der beiden 18-jährigen Verdächtigen sollen rassistische Sprüche zu hören gewesen sein. Nach dem Vorfall liefen die Täter Zeugenberichten zufolge davon.

Nach Einschätzung der Ärzte wird es mehr als ein halbes Jahr dauern, bis das Opfer gesund ist. Im Gesicht wird der 21-Jährige deutliche Narben behalten. 

Für ihn wurde eine Spendenseite errichtet, die auch von der Band Massive Attack aus Bristol unterstützt wurde. Bis Sonntag kamen mehr als 40.000 Pfund (über 44.000 Euro) zusammen.

Am 30.07. sind bei dem Mann, der angefahren wurde und unter dem Namen K-Dogg auftritt, noch Wunden im Gesicht zusehen.
Am 30.07. sind bei dem Mann, der angefahren wurde und unter dem Namen K-Dogg auftritt, noch Wunden im Gesicht zusehen.  © Claire Hayhurst/PA Wire/dpa

Zwei 18-Jährige wurden festgenommen

Die beiden 18-Jährigen wurden am Samstag festgenommen. Ihr Fahrzeug wird laut Polizei auf Spuren untersucht. Der Vorfall geschah am 22. Juli, als der 21-Jährige nach seiner Arbeit zur Bushaltestelle ging. Das Opfer arbeitet im Southmead Hospital in Bristol und ist nebenbei Musiker; der Mann tritt unter dem Namen K-Dogg auf.

Mehr als 700 Vertreter der Musikbranche in Großbritannien forderten am Sonntag in einem offenen Brief ein Ende des Rassismus. 

Zu den Unterzeichnern zählen Künstler wie James Blunt und Rita Ora. Sie verwiesen damit auch auf antisemitische Äußerungen des britischen Rappers Wiley im Kurznachrichtendienst Twitter. Er hatte behauptet, schwarze Künstler würden im Musik-Geschäft durch Juden benachteiligt. 

Nach starken Protesten wurde er von den sozialen Medien verbannt.

Titelfoto: Screenshot/GoFundMe

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