23-Jähriger verkauft gefälschte Impfpässe im Netz und prahlt: "Ich werde reich"

Owings Mills (USA) - Mit gefälschten Impfpässen verdiente sich Amar Salim Shabazz (23) etwas dazu. Doch besonders vorsichtig ging der Mann aus dem US-Bundesstaat Maryland dabei nicht vor. Kein Wunder, dass die Ermittler dem Betrüger auf die Schliche kamen.

Amar Salim Shabazz (23) saß wegen Verstößen gegen Kinderpornografie im Knast. Nun muss er sich wegen gefälschter Impfpässe verantworten.
Amar Salim Shabazz (23) saß wegen Verstößen gegen Kinderpornografie im Knast. Nun muss er sich wegen gefälschter Impfpässe verantworten.  © Maryland Department of Public Safety and Correctional Services

Die notwendige Inspiration für sein Vergehen holte sich der 23-Jährige laut NBC Washington im Netz, bestellte auf einer ausländischen Webseite gefälschte Impfnachweise.

Shabazz pries die falschen Impfpässe mit verschiedenen Social-Media-Konten zum Stückpreis von 60, 70 und 75 US-Dollar (umgerechnet etwa 53, 62 und 66 Euro) an.

Damit die Leute erst einmal auf ihn aufmerksam wurden, kommentierte er unter einem Beitrag, wo über Bars und Restaurants berichtet wurde, die nun den Impfstatus der Besucher abfragten.

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"Ich verkaufe den Nachweis der Impfkarten", schrieb der Kriminelle auf Facebook. In einer privaten Nachricht an einen Kunden wurde er noch deutlicher.

Geradezu überheblich formulierte der 23-Jährige: "Hab gerade 500 weitere Karten gekauft. 60 mal 500 Dollar sind 30.000 US-Dollar. Ich werde reich", frohlockte Amar Salim Shabazz.

Amar Salim Shabazz drohen bis zu 20 Jahre Gefängnis

Die Zustellung seiner gefälschten Impfpässe ließ der US-Amerikaner über die US Post abwickeln, flog allerdings Ende August auf, als gegen falsche Impfnachweise hart durchgegriffen wurde. Ein Paket an "Mar Sha" war mit seiner Telefonnummer verknüpft. So fiel den Fahndern auf, dass der junge Mann unter dem Pseudonym "Ace Boogie" im Internet nach weiteren Impfausweisen gesucht hatte.

Im Oktober 2021 wurde schließlich die Wohnung des Betrügers durchsucht. Für die Ermittler ist Shabazz kein unbeschriebenes Blatt, da er bis April eine Haftstrafe wegen Besitzes von Kinderpornografie verbüßte.

Im Falle einer Verurteilung drohen dem Mann mit bis 20 Jahren Gefängnis, wegen Postbetrugs und Behinderung der Justiz.

Titelfoto: Maryland Department of Public Safety and Correctional Services

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