Aus abmontierten Liebesschlössern wird Kunst

Paris (Frankreich) - Liebe, Verbindlichkeit, Gefangensein, Schutz - die Installation der französisch-mexikanische Künstlerin Carmen Mariscal in Paris ist vieldeutig. 

Aus den abmontierten Liebesschlössern machte Carmen Mariscal in Paris Kunst.
Aus den abmontierten Liebesschlössern machte Carmen Mariscal in Paris Kunst.  © Screenshot/GoFundMe/Chez Nous

Aus abmontierten Liebesschlössern hat sie eine drei Meter hohe Installation geschaffen, die zugleich an ein Haus und ein Gefängnis erinnert. Mit ihrer Arbeit will Mariscal das Haus als psychischen Raum analysieren und die Liebe als ein Verbunden- und Gefangensein hinterfragen.

Die Vorhängeschlösser stammen von den beiden Brücken Pont des Arts und Pont de l’Archevêché, deren Geländerteile vor einigen Jahren unter der Last teilweise eingebrochen waren. Seitdem werden die Schlösser regelmäßig abmontiert. 

An der Brücke Pont des Arts, die den Louvre mit dem linken Seine-Ufer verbindet, wurden einmal 45 Tonnen Metall entfernt, an der Brücke Pont de l'Archevêché in der Nähe von Notre-Dame 20 Tonnen. (TAG24 berichtete)

Mariscal, 1968 in Kalifornien geboren, lebt und arbeitet in Paris. Die Arbeiten der Künstlerin kreisen unter anderem um das soziale Gewissen und um die Stellung der Frau in der Gesellschaft. 

Die Installation mit dem Titel "Chez Nous" (etwa: Bei uns Zuhause) ist bis zum 28. April auf dem zentralen Place du Palais-Royal zu sehen.

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