Acht Festnahmen wegen Anschlag auf Polizeischule

Bogotá - Rund eineinhalb Jahre nach einem schweren Bombenanschlag auf eine Polizeiakademie in Kolumbien haben Sicherheitskräfte acht weitere mutmaßliche Mitglieder der linken Guerilla-Organisation ELN festgenommen, die damit im Zusammenhang stehen sollen.

Sicherheitskräfte sind im Einsatz nach einem Bombenanschlag in der Polizeischule General Santander. (Archivbild)
Sicherheitskräfte sind im Einsatz nach einem Bombenanschlag in der Polizeischule General Santander. (Archivbild)  © Yulieth Rincon/dpa

"Die acht Festgenommenen waren an der Finanzierung, Planung und Ausführung des Angriffs vom 17. Januar 2019 beteiligt", sagte Staatsanwalt Francisco Barbosa am Donnerstag.

Fünf Verdächtige waren nach Medienberichten bereits zuvor gefasst worden.

Bei dem Anschlag in Bogotá waren 22 Menschen getötet worden.

Dabei fuhr der Täter ein mit Sprengstoff beladenes Auto auf das Gelände der Polizeischule General Santander im Süden der Hauptstadt und brachte es zur Detonation.

Ermittlungen zufolge soll er unter dem Kampfnamen "Mocho Kico" 17 Jahre lang als Sprengstoffexperte in den Reihen der ELN im Osten des Landes gedient haben.

Die ELN bekannte sich ein paar Tage danach in einem Schreiben als Urheber.

Das südamerikanische Land litt jahrzehntelang unter einem bewaffneten Konflikt zwischen den Streitkräften, linken Guerillagruppen und rechten Paramilitärs.

Die größte Rebellen-Organisation Farc hat inzwischen einen Friedensvertrag mit der Regierung geschlossen und die Waffen niedergelegt. Die Sicherheitslage hat sich seitdem verbessert. Aber mehr als 2000 Farc-Dissidenten kämpfen immer noch gegen die Regierung.

Die kleinere ELN ist weiter aktiv. Nach dem Anschlag in Bogotá brach die Regierung von Präsident Iván Duque die Friedensgespräche mit ihr ab.

Titelfoto: Yulieth Rincon/dpa

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